Beziehungen https://problemimgriff.eu/index.php/rat-zur-tat/beziehungen Tue, 07 Jul 2026 01:48:44 +0200 de-de Authentizität https://problemimgriff.eu/index.php/rat-zur-tat/beziehungen/112-authentizitaet https://problemimgriff.eu/index.php/rat-zur-tat/beziehungen/112-authentizitaet

Authentizität

 

Im Gegensatz zu traditionellen Medien sind die meisten Blogger keinem „Puppenspieler“ verpflichtet. Für manche Menschen ist dies ein ganz anderes Problem, aber es ist offensichtlich eine Schlüsselstärke der neuen Medien. Mit 175.000 neu veröffentlichten Blogs jeden Tag wird Bloggen eine beliebte Alternative zum gefilterten, von Tagesordnungen bestimmten Gesabber, welches als Neuigkeiten in den herkömmlichen Medien verbreitet wird.

Wenn ich einem Journalisten eines traditionellen Magazins oder einer Zeitung ein Interview gebe, ist es nicht unüblich für den Journalisten eine Randbemerkung zu machen wie „Ich wünschte ich könnte machen, was Sie machen.“ oder „Sie haben wirklich Glück frei zu sein zu schreiben was Sie wollen anstatt das zu schreiben was Magazine kaufen möchten.“. Ich kann sehen, wie viele dieser Menschen frustriert sind für Geld zu schreiben. Ich vermute, dass viele dieser wie inhaltsleere Wortsammlungen anmutenden Zeitungsartikel von Menschen geschrieben werden, welche sich nach einer tieferen, authentischeren Form der Selbstdarstellung sehnen, aber sich nicht in der Lage fühlen so zu schreiben, aus Angst davon nicht leben zu können. Ich hätte vielleicht eine wirklich tiefgehende Unterhaltung mit einem Journalisten am Telefon, aber was davon tatsächlich gedruckt würde, wäre nur mehr ein Schatten von dem worüber wir gesprochen hätten.{loadposition contentbanner-rechts}

Ich denke dieses Verlangen nach authentischer Kommunikation ist es, was Menschen zum Bloggen bringt, sowohl als Blogger als auch als Leser. Während manche Menschen in erster Linie aus finanziellen Gründen schreiben würde ich sagen, die meisten tun es nicht deswegen. Selbst viele die davon Leben können schreiben hauptsächlich als Ausdruck von kreativer Selbstdarstellung, um Ideen zu teilen und um an weltweiten Unterhaltungen teilzunehmen.

 

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Was ist Authentizität?

Authentizität bedeutet echt und unverfälscht zu kommunizieren. Lassen Sie Wahrheit Ihr Leitmotiv sein. Das ist die natürliche Art der Kommunikation welche wir vielleicht im Gespräch mit unserem besten Freund verwenden.

Ich sah ein großartiges Beispiel für authentische Kommunikation im Blog meines Freundes John Kinde. In seinem Artikel Public Speaking – The Power of Authenticity  verlinkt er zu einem alten 1960er Video einer Rede von Mr. Rogers zum US Senat. Ich schlage vor Sie lesen John's kurzen Kommentar bevor Sie das Video ansehen.

Nachdem ich in einer Position bin, in der ich solch authentische Kommunikation im Überfluss über diesen Blog, meine E-Mails, das Forum oder von Angesicht zu Angesicht genießen kann, finde ich es viel schwerer nicht authentische Unterhaltungen zu verdauen. Zum Beispiel, wenn ich eine E-Mail erhalte, welche mit Marketing-Sprache beginnt, lösche ich diese meist bevor ich überhaupt über den ersten Absatz hinweg gelesen habe, selbst wenn diese E-Mail nicht als Spam markiert wurde. Ich möchte einfach keine Zeit mit Menschen verbringen, welche nicht gewillt sind, wie echte Menschen zu kommunizieren. Nicht weil mich diese nicht interessieren – es ist einfach so, dass sich diese nicht authentische Kommunikation für mich falsch anfühlt, geistig, gefühlsmäßig und körperlich. Mein Körper reagiert darauf als hätte ich verdorbenes Essen gegessen.

 

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Blockaden der Authentizität

Authentische Kommunikation ist auf mehreren Ebenen herausfordernd. Erstens müssen wir den Ängsten, welche unsere innere Wahrheit blockieren, ins Auge sehen, besonders die Angst vor Zurückweisung. Und zweitens, selbst wenn wir uns stark genug fühlen um die Wahrheit auszusprechen, haben wir nicht immer die Klarheit darüber, was für uns wahr ist. Aber authentisch zu sein bedeutet nicht, perfekt zu sein. Es bedeutet nur unser bestes zu geben um echt zu sein. Manchmal bedeutet es unsere Fehler und Unvollständigkeit zu zeigen, aber darin liegt die Schönheit der Authentizität.{loadposition contentbanner-links}

Im Mr. Rogers-Video fällt auf, dass er nicht perfekt spricht. Er stottert ein paar Zeilen. Er könnte auch wortgewandter sein. Aber diese Nachricht kommt sehr kraftvoll herüber und sie hat einen deutlichen Wandlungseffekt auf den ganzen Raum. Er reagiert nicht mit Widerstand auf die Energie der anderen. Er antwortet nur mit seiner eigenen authentischen Art als wäre er vollkommen unabhängig vom Ergebnis. Welche andere Art der Kommunikation hätte unter solchen Umständen Erfolg gehabt?

Als ich ein kleines Kind war schaute ich Mr. Roger's Sendung die ganze Zeit. Ich mochte es wie ruhig er immer wirkte … und wie er zur selben Zeit reden und seine Schnürsenkel zusammenbinden konnte.

 


 Übersetzung von ProblemImGriff, Original von Steve Pavlina:
„Authenticity“


 

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Frag Steve
Starrköpfigen Menschen helfen


Wie sollen Sie sich in einer Situation verhalten in der Sie Ihr Bestes geben, um jemandem zu helfen, aber derjenige weigert sich Ihren Lösungsvorschlag anzunehmen, selbst wenn es so gut wie sicher ist, dass er funktioniert? Was tun, wenn Sie mit dem Pferd zur Tränke gehen, es aber zu seinem eigenen Nachteil eigensinnig das Trinken verweigert?

Wenn Sie ein Pferd zur Tränke führen und es weigert sich zu trinken, streicheln Sie das durstige Pferd mitfühlend, während Sie das Wasser selbst genießen.

Erkennen Sie gleichzeitig, dass auch Sie neben einer Wasserquelle stehen, aus der Sie sich zu Trinken weigern, obgleich keiner der Umstehenden verstehen kann, warum Sie zögern.

Sie werden herausfinden, dass, wenn Sie erst einmal beginnen, aus Ihrer eigenen vernachlässigten Quelle zu trinken, das Pferd, welchem Sie verzweifelt helfen wollten, ebenfalls zu trinken beginnt.

 


 Übersetzung von ProblemImGriff, Original von Steve Pavlina:
„Ask Steve - Helping Stubborn People“


 

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Menschliche Beziehungen verstehen

 

Logo-Ringe-gruenEine der wichtigsten Lektionen die ich über Beziehungen gelernt habe ist diese:

Die Beziehungen, die wir mit anderen Menschen haben sind Spiegel der Beziehungen die wir in uns haben. Unsere äußeren Beziehungen und unsere inneren Beziehungen sind in Wirklichkeit identisch. Sie scheinen nur anders, weil wir sie durch verschiedene Linsen betrachten.

Sehen wir uns an, warum das so ist. Wo existieren alle Ihre Beziehungen? Sie existieren in Ihrem Denken. Ihre Beziehung zu einer anderen Person ist genau so, wie Sie sich vorstellen, dass sie ist. Egal ob Sie jemanden lieben oder hassen, Sie haben recht. Die andere Person hat vielleicht eine ganz andere Beziehung zu Ihnen. Ihre Vorstellung von dem, was ein anderer von Ihnen denkt ist auch Teil Ihrer Gedanken. Ihre Beziehung zu jemandem schließt das mit ein, was Sie über diese Person denken und was Sie glauben, dass er/sie von Ihnen denkt. Sie können das weiterspinnen indem Sie sich vorstellen was der andere denkt, dass Sie von ihm/ihr denken. Aber letztendlich sind diese inneren Vorstellungen alles was Sie haben.

Selbst wenn Ihre Beziehungen in irgend einer objektiven Wirklichkeit unabhängig von Ihren Gedanken existieren, haben Sie niemals Zugang zu der objektiven Betrachtungsweise. Sie betrachten Ihre Beziehungen immer durch die Linse Ihres eigenen Bewusstseins. Das äußerste was Sie tun können um an Objektivität heranzukommen ist, sich vorzustellen, dass Sie objektiv wären, aber das ist auf keinen Fall das selbe, wie wirkliche Objektivität. Und zwar deshalb, weil der Akt des Beobachtens einen bewussten Beobachter erfordert, was von Natur aus subjektiv ist.

Im ersten Moment erscheint es entmutigend, dass Sie niemals ein wirklich 100% zutreffendes, objektives Verständnis Ihrer Beziehungen erlangen können. Sie können leider niemals der subjektiven Linse Ihres eigenen Bewusstseins entkommen. Das wäre so, als ob Sie versuchen mit einer roten Linse vor Ihren Augen irgendwo die Farbe blau zu finden. Freilich hält das die Menschen nicht davon ab, es zu versuchen, aber solche Versuche sind vergebens.{loadposition contentbanner-rechts}

Wenn Sie in die Falle tappen, sich Ihre Beziehungen als objektive Tatsache vorzustellen, die sich außerhalb von Ihnen abspielt, so erhalten Sie unweigerlich ein unrichtiges Bild Ihrer Realität. Infolgedessen werden Sie wahrscheinlich, wenn es um menschliche Beziehungen geht, ständig frustriert sein. Sie machen sich dadurch die Beziehungen zu anderen Menschen viel schwerer als notwendig. Intuitiv wissen Sie vielleicht, dass etwas faul ist an Ihrer Einstellung zu Beziehungen. Es wird sich aber so lange nichts ändern, bis Sie erkennen, dass jede Beziehung, die Sie mit einer anderen Person haben, in Wirklichkeit eine Beziehung ist, die nur in Ihnen existiert.

Sobald Sie erst einmal die subjektive Natur von Beziehungen annehmen können, wird es für Sie glücklicherweise viel leichter, in Beziehung mit Menschen zu treten. Es ist einfacher dort hin zu kommen, wo Sie hin wollen, wenn Sie eine korrekte Landkarte haben. Die subjektive Sicht von Beziehungen bedeutet, dass Sie Ihre Beziehungen zu anderen ändern oder verbessern können indem Sie an den inneren Beziehungen in sich selbst arbeiten. Außerdem können Sie Ihre inneren Beziehungen verbessern, wie Ihr Selbstwertgefühl, indem Sie an Ihren Beziehungen zu anderen arbeiten. Im Grunde ist es ein und dasselbe.

 

Logo-Ringe-gruenHier ist ein grundlegendes Beispiel, wie das funktioniert

Als ich Erin kennenlernte erkannte ich schnell, dass Sie eine Aversion gegen Ordnung hat. Ein unordentliches Zimmer zu haben war für Sie seit Ihrer Kindheit eine Gewohnheit und die Idee organisiert zu sein war ihr komplett fremd. In Erin´s Aktenablage fand ich einmal einen Ordner namens „Zeug das ich nicht brauche.“ Stellen Sie sich das einmal vor!

Auf der anderen Seite wuchs ich in einem Haus auf das immer - und ich meine immer - ordentlich und sauber war. Schon als Kind war ich stolz darauf mein Zimmer sauber und gut organisiert zu halten. Es ist also keine Überraschung, dass ich Erin oft dazu anhielt, ordentlicher und besser organisiert zu werden.

Wenn wir versuchen uns diese Situation „objektiv“ anzusehen schlagen Sie vielleicht Lösungen vor wie dass ich daran arbeiten könnte, toleranter gegenüber Unordnung zu werden oder Erin daran arbeiten könnte, ordentlicher zu werden oder eine Mischung aus beidem. Oder Sie kommen zu dem Schluss, dass wir auf diesem Gebiet nicht zusammenpassen und nach Wegen suchen sollten, um die Heftigkeit der Konflikte zu reduzieren. Grundsätzlich wird die Lösung eine Art von Kompromiss sein, der die Symptome lindern kann, aber das Kernproblem bleibt ungelöst.

 

Logo-Ringe-gruenSehen wir uns an, was die subjektive Linse dazu sagt

Dieses Modell besagt, dass meine Beziehung zu Erin nur in meinem Bewusstsein existiert. Mein Konflikt mit Erin ist also nur eine Projektion meines inneren Konfliktes. Angenommen mein Wunsch, Erin sollte ordentlicher und organisierter sein bedeutet, dass in Wahrheit ich mich auf diesem Gebiet verbessern möchte. Kann das sein? Ja, ich muss zugeben, dass es so ist. Wenn ich Erin kritisiere, nicht ordentlich genug zu sein, spreche ich meinen eigenen Wunsch aus, noch organisierter zu werden.

Das ist eine völlig andere Definition des Problems, eine, die eine neue Lösung verlangt. In diesem Fall ist die Lösung, dass ich daran arbeiten muss, meine Standards für Ordnung und Organisation zu verbessern. Das ist eine ganz andere Lösung als wenn wir das objektive Modell hernehmen. Um diese Lösung anzuwenden muss Erin nicht einmal beteilligt sein.

Vom Standpunkt des objektiven Modells aus erscheint diese subjektive Lösung als ziemlich töricht. Wahrscheinlich wird sie fehlschlagen, denn meine Bemühungen ordentlicher zu sein werden doch nur den Konflikt zwischen mir und Erin verstärken.{loadposition contentbanner-links}

Nun, hier kommt der wirklich faszinierende Teil. Als ich tatsächlich die subjektive Lösung versuchte und begann, an mir selbst zu arbeiten interessierte sich Erin plötzlich sehr dafür, selbst organisierter zu werden. Sie kaufte neue Büromöbel und verschaffte diversen Gegenständen einen neuen Platz, welche bis dahin nur Ihren Arbeitsplatz zumüllten. Sie heuerte eine Reinigungsfirma an um das Haus zu reinigen und entrümpelte noch einmal ordentlich bevor diese ankamen. Sie kaufte neue Möbel für unser Kinderzimmer. Sie selektierte jede Menge aus und spendete viele alte Gegenstände für einen guten Zweck. Sie schaute sich nach einem Haushälter um und erstellte eine Liste von Reiningungsaufgaben die man auslagern könnte. Und ich drängte sie wirklich nicht zu all dem. Wenn überhaupt, dann begann sie mich ein wenig anzutreiben.

Sobald ich an mir selbst arbeitete (indem ich erkannte, dass es sich um ein inneres Problem handelte und nicht um ein äußeres), gesellte sich Erin irgendwie mit dazu auf die Reise.

Ich habe dieses Muster auch auf andere Arten getestet und es funktionierte durchwegs. Meine „äußeren“ Beziehungen verändern sich laufend, um mit meinen inneren Beziehungen Schritt zu halten. Ich habe diesen Effekt auch bei anderen Leuten beobachtet, aber am offensichtlichsten wurde es mir bei Erin und unseren Kindern, da ich mit Ihnen die meiste Zeit verbringe. Es ist manchmal richtig gespenstisch, wie stark und unverzüglich dieser Effekt eintritt. Das subjektive Modell unterstellt jedoch, dass die Realität genau so funktioniert. Ich bin froh, dass ich ein Musterbeispiel habe, das zum Ergebnis passt.

 

Logo-Ringe-gruenIch ermutige Sie zu experimentieren damit Sie sehen,
wie Ihre äußeren Beziehungen Ihre inneren spiegeln

Versuchen Sie diese einfache Übung: Machen Sie eine Liste mit all den Dingen, die Sie an anderen Menschen stören. Nun lesen Sie die Liste noch einmal von vorne und setzen Sie sich selbst ein. Wenn Sie ehrlich sind müssen Sie zugeben, dass all die Beschwerden über andere in Wirklichkeit Beschwerden über Sie selbst sind. Zum Beispiel, wenn Sie George Bush nicht mögen weil Sie denken, er ist ein schwacher Anführer. Könnte das etwas damit zu tun haben, dass Ihre eigenen Führungsqualitäten nicht nennenswert sind? Dann beginnen Sie, an Ihrer eigenen Führungsqualität zu arbeiten oder arbeiten Sie daran, Ihre derzeitigen Fähigkeiten einfach besser zu akzeptieren. Sie werden feststellen, wie George Bush scheinbar plötzlich dramatische Verbesserungen auf diesem Gebiet macht.

Es kann ziemlich schwer sein zuzugeben, dass Ihre Beschwerden über andere in Wirklichkeit Beschwerden über Sie selbst sind. Aber auf der anderen Seite enthüllen Ihre Beziehungs-Probleme die Bereiche, in denen es für Sie noch eine Notwendigkeit zu wachsen gibt. Daher ist eine fantastische Möglichkeit um Ihr persönliches Wachstum zu beschleunigen, neue Beziehungen mit anderen aufzubauen. Je mehr Sie mit anderen interagieren, desto mehr lernen Sie über sich selbst.

Ich glaube, der wahre Wert von menschlichen Beziehungen besteht darin, dass diese als Zeiger für bedingungslose Liebe dienen. Das subjektive Modell besagt, dass, wenn Sie sich selbst vergeben, jeden Bereich von Ihnen akzeptieren und lieben, Sie auch allen anderen Menschen vergeben, sie akzeptieren und lieben werden wie sie sind. Je mehr Sie Ihre inneren Beziehungen zwischen Ihren Gedanken, Ihren Überzeugungen und Ihren Absichten verbessern, desto liebevoller und harmonischer werden Ihre menschlichen Beziehungen werden. Behalten Sie die bedingungslose Liebe in Ihrem Bewusstsein und sie wird sich in Ihrer Realität widerspiegeln.

 


 Übersetzung von ProblemImGriff, Original von Steve Pavlina:
„Understanding Human Relationships“


 

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Mit der Unsicherheit anderer Menschen umgehen

 

Logo-Ringe-gruenWie können Sie effektiv mit der Unsicherheit anderer Menschen umgehen?

Angenommen Sie und Ihr Partner wollen eine offene Beziehung ausprobieren. Sobald sich die Gelegenheit dann aber bietet, ist Ihr Partner plötzlich ziemlich aus dem Häuschen, wird besonders anhänglich und ist sich der Sache auf einmal nicht mehr sicher? Oder Sie merken, dass sich Ihr Partner nicht besonders wohl fühlt, weil er Sie mit Fragen über jede Interaktion löchert?

Angenommen Sie möchten ein neues Geschäft anfangen und Ihr Geschäftspartner macht sich plötzlich Sorgen, dass Sie ihr ganzes Geld verlieren könnten? Womöglich nimmt er dem ganzen Geschäft die Freude indem er jede Entscheidung ständig hinterfragt.

Was ist wenn Sie sich für ein Studienfach entschieden haben, das Ihnen gefällt, aber Ihre Eltern möchten lieber, dass Sie etwas anderes machen aus Sorge, dass Sie sich Ihren Unterhalt und ein angenehmes Leben nicht leisten können. Was wäre wenn sie Sie sogar mit dem Angebot bestechen, mehr von den Kosten zu übernehmen, wenn Sie das Studienfach wechseln?

Wie geht man auf intelligente Weise mit diesen Situationen um?

 

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Widerstand gegen Widerstand ist zwecklos

Die Borg haben Recht behalten. Widerstand ist zwecklos. Und noch zweckloser ist Widerstand gegen Widerstand.

Wenn jemand aus Ihrem Umfeld sich unsicher fühlt, lassen Sie ihn. Wenn Sie Widerstand gegen seine Unsicherheit machen, dann gibt es Probleme. Wenn Sie sie akzeptieren, dann wird seine Unsicherheit bald überflüssig werden.

Sagen Sie zu demjenigen, „Deine Gefühle der Unsicherheit erzeugen keinen Widerstand in mir. Es ist für mich überhaupt kein Problem, wenn du unsicher bist. Mir geht es sehr gut damit. Ich werde dich trotzdem lieben (oder mit dir arbeiten, deine Gesellschaft genießen, Heidelbeeren von deinen Nippeln essen, usw.), ganz egal, wie unsicher du dich fühlst."

Indem man keinen Widerstand gegen die Unsicherheit von jemandem macht oder versucht, diese zu vertreiben, wird derjenige bald begreifen, dass er seine Unsicherheit womöglich gar nicht länger braucht, wenn sie Ihnen keine Angst einjagt. Vielleicht kann derjenige die Verbindung zu Ihnen dann einfach begrüßen ohne sich so viele Sorgen zu machen. Und das hilft ihm tatsächlich, sich sicherer zu fühlen.{loadposition contentbanner-rechts}

Ich denke das ist ein nettes Beispiel dafür, das Loslösung besser funktioniert als Anhänglichkeit, Bedürftigkeit und Bindung. Wenn Sie Widerstand gegen die Anfälle von Unsicherheit bei jemand anderem machen, dann halten Sie sie damit nur am Leben. Versuchen sie jemandem Vorwürfe zu machen weil er sich unsicher verhält, und schauen Sie was mit seiner Unsicherheit passiert; es verschlimmert sie nur. Sich mit dem Betroffenen in seiner Unsicherheit zu wälzen, ist genau so wirkungslos.

Natürlich ist die Unsicherheit von anderen Menschen nur Reflexion Ihrer eigenen Unsicherheit. Wenn sich jemand bei Ihnen unsicher fühlt, ist das ein Hinweis, dass Sie sich nicht sicher sind in der Art und Weise, wie Sie leben oder was Sie vorhaben. Wenn Sie sicherer werden, fühlen sich die Menschen in Ihrer Umgebung auch recht sicher.

Wenn Sie wirklich sicher sind, wird die Unsicherheit anderer Menschen Sie nicht kümmern und Ihre Unbekümmertheit macht es für andere unnötig, sich unsicher zu fühlen. Wenn Sie sich trotz der Unsicherheit eines anderen Menschen wohlfühlen können, dann weiß derjenige, dass Sie sich mit allem an ihm wohlfühlen können und verliert daher bald das Interesse daran, unsicher zu sein.

 

Logo-Ringe-gruenErlauben Sie Menschen, den Brunnen zu erkunden

Wenn ein Mensch in meiner Umgebung mir seine Gefühle von Unsicherheit mitteilt, stelle ich mir vor, wie ich ein Seil halte, während er den Grund eines Brunnens erforscht. Ich steige nicht mit ihm in den Brunnen; ich bleibe oben. Ich rede nicht auf ihn ein wieder aus dem Brunnen heraus zu kommen. Ich habe kein Problem mit seiner Entscheidung, den Brunnen zu erforschen. Wenn er Hilfe braucht um aus dem Brunnen heraus zu kommen, freue ich mich, ein Seil zu haben und ihn heraufziehen zu können, aber nur wenn er das wirklich will und vollständig kooperiert. Ich versuche nicht ihn herauszuziehen, wenn er sich dagegen wehrt, noch werde ich meine Hilfe anbieten, wenn er nicht danach fragt.

Ich war schon früher in dem Brunnen, ich weiß also wie es da unten ist, aber ich sehe keinen Sinn darin, ihn mit jeder neuen Person, die mich dazu einlädt, neu zu erkunden. Ich ziehe es vor, diese Einladungen abzulehnen, aber ich bleibe oben am Rand des Brunnens, falls derjenige mich braucht um herauszukommen. Wenn ich jedoch sehe, dass es einige Zeit dauern wird, gehe ich weg und erkunde derweil anderswo die Gegend, lasse ihn aber wissen, dass er laut schreien soll wenn er bereit ist, wieder heraufzukommen.

In der Vergangenheit habe ich das Gegenteil probiert. Ich stieg mit der Person in den Brunnen hinunter. Dann blieben wir beide stecken und es war viel schwerer, wieder herauszukommen. Oder ich versuchte die Person zu überreden, wieder herauszukommen, was diese vehement ablehnten. Oder ich schimpfte mit demjenigen und verließ den Brunnen.

Wenn jemand anderer sich entschließt, den Brunnen zu erkunden, erkenne ich jetzt, dass es in Wahrheit ein Teil von mir ist, der das tut. Wenn ich diese Forschungsreise ablehne, bleibe ich stecken. Wenn ich es einfach ohne Widerstand erlaube, geht es sehr schnell vorbei und beweist, dass es da unten nichts Neues gibt und wir sind ganz schnell wieder oben.

 

Logo-Ringe-gruenCurry Talk

Gestern hatten Rachelle und ich eine interessante Unterhaltung im Stile der subjektiven Realität während wir durch die Osborne Village in Winnipeg schlenderten... und während wir uns eine leckere Schüssel roter Currysuppe schmecken ließen. Ich liebe den Geschmack von Curry!

Wir sprachen darüber, welche Richtungen wir in unserer Beziehung erforschen könnten und über mögliche Unsicherheiten, die auftreten könnten. Was ist, wenn wir mit anderen öfter schlafen als miteinander? Was ist, wenn einer oder wir beide mehr Dreier mit anderen haben als gemeinsam? Was ist, wenn wir mit anderen öfter verreisen als zusammen? Was würde das für unsere Beziehung bedeuten? Bedeutet das, wir sind uns weniger nahe? Bedeutet das, dass wir nicht mehr wirklich ein Paar sind?

Mit jeder neu erkannten Unsicherheit wurde klarer, dass es sinnlos war, Widerstand zu leisten. Das würde nur unnötige Blockaden für unser Wachstum bedeuten.{loadposition contentbanner-links}

Mir wurde klar, dass jede Unsicherheit, die ich bei ihr sah, nur eine Spiegelung meiner eigenen Probleme war. Ich machte Widerstand gegen ihren möglichen Widerstand und ich weiß aus Erfahrung, dass so etwas in die Sackgasse führt. Das änderte mein Denken ziemlich schnell. Mir wurde klar, egal wie viel oder wie wenig wir uns miteinander verbanden, was wir mit anderen Leuten taten oder wie jeder von uns sich dabei fühlte. Es gab keinen Grund, Widerstand gegen irgend eine der möglichen Reaktionen zu machen.

Ich mag Rachelle genug um zu wissen, dass es egal ist wieviel Unsicherheit sie vielleicht ausdrückt über das, was ich tue. Ich kann mich trotzdem dafür entscheiden sie zu lieben und unsere gemeinsame Zeit zu genießen. Meine Beziehung hängt nicht davon ab, dass sie sich die ganze Zeit sicher fühlen muss. Und interessanterweise bewirkt das, dass sie sich in unserer Beziehung viel sicherer fühlt.

Mir ist klar, dass auch sie tun kann, was sie möchte um ihre eigene Zufriedenheit zu finden und ich werde mich deswegen nicht unsicher fühlen. Es macht mich glücklich, wenn sie glücklich ist, in meiner Gegenwart oder auch in meiner Abwesenheit. Wenn ich sie dazu einlade, sich wieder und wieder mit mir zu verbinden, ungeachtet dessen, was sie mit anderen genießt, dann haben wir gute Chancen, dass wir auch weiterhin viele wundervolle Zeiten miteinander verbringen werden.

Wie kann man sich in einer Partnerschaft unsicher fühlen wenn man sieht, dass diese Unsicherheit den Partner nicht abweist? Ist es nicht schön zu wissen, dass jeweils der andere geduldig das Seil halten wird, wenn Sie oder Ihr Partner beschließen, den Brunnen zu erkunden?

Sie können großartiges Wachstum erfahren indem Sie Ihre Reaktionen auf die Reaktionen anderer erforschen. Die einzigen Unsicherheiten, die Sie wirkungsvoll lösen können, sind Ihre eigenen, aber das sind die einzigen, die zählen. Indem Sie lernen, die Unsicherheit eines anderen Menschen zu akzeptieren und zu erlauben (das heißt Ihren Widerstand gegen seinen Widerstand), lassen Sie nicht-übereinstimmende und verschobene Gedanken, Gefühle und Glaubenssätze in sich los. Und schon bald werden Sie erleben, wie die Menschen in Ihrem Leben sich zunehmend glücklicher und sicherer in Ihrer Gegenwart fühlen.


 Übersetzung von ProblemImGriff, Original von Steve Pavlina:
„Dealing With Others' Insecurities“


 

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Mit Engstirnigkeit umgehen

 

Ein Mann, der überzeugt wird gegen seinen Willen,
bleibt seiner Meinung treu im Stillen.

Dale Carnegie

 

Wie können Sie vernünftig mit Menschen umgehen die engstirnig, total starrköpfig in Ihren Überzeugungen und unempfänglich für neue Ideen sind? Sie sind sich zwar wahrscheinlich sicher, dass Sie Recht haben und der andere falsch liegt, aber Sie können ihn einfach nicht überzeugen, Dinge auf Ihre Art zu sehen. Und vielleicht haben Sie tatsächlich Recht, aber das hält den anderen nicht davon ab, sich in völlig irrationale Argumentationen zu flüchten, nur um nicht mit Ihnen einer Meinung sein zu müssen. Was können Sie in solchen Situationen tun?

Ich möchte Ihnen eine Sichtweise näher bringen, die Sie wahrscheinlich noch nicht in Erwägung gezogen haben.

Wenn Sie Menschen begegnen, die sehr engstirnig sind, werden Sie oft einen Widerstand gegen den Standpunkt des anderen spüren. Sie denken das Problem liegt am anderen, wenn Sie das Problem aber so definieren, ist das als ob Sie frustriert mit dem Kopf gegen die Wand rennen. Die tatsächliche Quelle Ihrer Frustration ist Ihr eigener Widerstand, nicht die andere Person.

Die Lektion in dieser Situationen ist es, bedingungslose Akzeptanz zu lernen, indem Sie sich fragen: Warum fühle ich so einen Widerstand gegen engstirnige Menschen? Warum glaube ich, sie von irgendetwas überzeugen zu müssen? Warum habe ich so ein starkes Bedürfnis, Recht zu haben? Welcher Teil von mir empfindet diesen Widerstand? Ist es möglich, dass ein Funken Wahrheit im Standpunkt des anderen liegt?

Wenn Sie diesen Fragen nachgehen werden Sie nach und nach entdecken, dass Sie etwas an sich selbst ablehnen, was die andere Person Ihnen spiegelt. Dann können Sie bewusst entscheiden, ob Sie weiterhin diese Ablehnung beibehalten, oder loslassen wollen. Je mehr Sie sich gegen die Welt wehren, desto mehr Zeit werden Sie damit verbringen, Ihren Standpunkt zu verteidigen.

Widerstand kommt von Ihrem Ego. Wenn Ihr Ego Besitz über Ihre Anschauungen übernimmt, betrachtet es jedes Infragestellen Ihrer Anschauungen als persönliche Kampfansage, daraus resultiert das Bedürfnis sich zu verteidigen, als würde man angegriffen werden. Wenn Sie aber Ihre Anschauungen von Ihrem Ego trennen, fühlen Sie keinen Widerstand oder ein Bedürfnis zur Verteidigung weil es keinerlei Anlass dazu gibt.{loadposition contentbanner-rechts}

Diese Website zu betreiben hat mir auf diesem Gebiet sehr weiter geholfen. Jede Woche bekomme ich E-Mails von Leuten die mir sagen, dass ich in der einen oder anderen Sache total daneben liege, manche geben sich größte Mühe, mich in ein Streitgespräch zu locken. In der Anfangszeit dieser Webseite tappte ich manchmal in diese Falle und das war unweigerlich unproduktiv. Bald habe ich aber gelernt, dass ich nur in Streitgespräche verwickelt wurde, wenn mein Ego involviert war und die Herausforderung persönlich nahm, als ob es ein persönlicher Angriff gegen mich wäre, wenn jemand mit meiner Meinung nicht übereinstimmte.

Daraus lernte ich, dass Widerstand gegen uneinsichtige Menschen ein Problem mit meinem eigenen Ego ist und nichts mit der anderen Person zu tun hat. Widerstand ist immer eine versteckte Lernaufgabe.

Wenn ich heute solche E-Mails bekomme, ignoriere ich sie für gewöhnlich. Es steht jedem Menschen frei, mit den Ideen auf dieser Webseite nicht überein zu stimmen, das hat nichts mit mir persönlich zu tun. Manchmal antworte ich jedoch dennoch mit den Worten „Sie könnten Recht haben“. Ich meine diese Worte aufrichtig, denn ich bin mir sicher, dass der andere aus seiner Sicht Recht hat. Ich erlaube dem anderen, seinen Standpunkt zu haben, aber ich übernehme ihn nicht. So bleibt mein Ego aus dem Spiel und ich kann mich darauf konzentrieren etwas zu geben, anstatt dem Drang meines Egos, Recht haben zu wollen, nachgeben zu müssen.

Nebenbei erwähnt, finde ich es genau so wichtig, diese Haltung bei E-Mails einzunehmen, die voll von Lob sind. Ich lasse das Lob ebenfalls meinen Ideen zufließen und versuche es nicht auf meine Person zu beziehen. Das hilft mir dabei, dass mein Ego auf der positiven Seite nicht zu aufgeblasen wird, was nur seinen Drang sich zu verteidigen verstärken würde. Je mehr Sie sich mit Ihrem Standpunkt identifizieren, desto mehr Widerstand werden Sie empfinden, wenn Ihr Standpunkt angegriffen wird.

Der Ausspruch „Sie könnten Recht haben“ stammt nicht von mir – ich habe ihn von Dr. Wayne Dyer aufgeschnappt. Er erwähnte in einem seiner Audio-Programme, dass er diese Zeilen verwendet hat, um auf ein kritisches Schreiben zu antworten. „Sie könnten Recht haben“ lässt es Ihnen auch offen, sich jede konstruktive Kritik die zulässig und einklagbar wäre anzuhören. Versuchen Sie diese vier Worte das nächste Mal anzuwenden, wenn jemand versucht, Sie in ein Streitgespräch zu verwickeln und beobachten Sie, was passiert.

Was ist, wenn Sie in einer Situation sind, wo Sie regelmäßig mit engstirnigen Personen zu tun haben? Vielleicht arbeiten Sie mit einer zusammen und Sie sind auf die Kooperation angewiesen, damit Sie Ihre Arbeit machen können.{loadposition contentbanner-links}

Sie können noch immer rational mit engstirnigen Menschen umgehen, ohne emotional deren Standpunkt einnehmen zu müssen. Machen Sie sich die Mühe um herauszufinden, ob sie demjenigen helfen können, ein wenig offener zu werden ohne dass er sein Gesicht verliert. Benjamin Franklin hatte eine großartige Methode dafür. Er holte sich eine abwesende dritte Partei in die Diskussion, wann immer er jemandem widersprechen musste. Er begann beispielsweise einen Satz mit „Wie würden Sie reagieren wenn jemand behauptet, dass …“ oder „Ich hörte einmal jemanden sagen, dass …“ oder „Manche sagen, dass …“ oder „Es gehen Gerüchte um, dass …“. Dann nahm er eine Haltung der Neugierde an anstatt eine der Verteidigung. Er nahm sich und die andere Person auf die eine Seite des Tisches und die Meinung/Idee auf die andere Seite. Das erlaubte ihm, die Meinung zu erörtern, sehr überzeugend zu sein und gleichzeitig die Ego’s im Raum davon abzuhalten, einen Krieg zu beginnen. Niemand würde viel in einen Kampf gegen eine dritte Person investieren, die nicht einmal anwesend ist. So wurde es auch für jeden schwieriger, Franklin persönlich anzugreifen, denn er machte für die Ideen, die er unterbreitete, keine Besitzansprüche geltend.

Ich habe Franklin’s Strategie bei vielen Gelegenheiten angewandt und sie wirkte Wunder. Es braucht ein wenig Übung, sich daran zu gewöhnen, sein Ego von seinen Anschauungen zu trennen, aber Sie werden sehen, die Resultate sind die Mühe wert. Wenn etwas dazu taugt, die amerikanische Verfassung auszuverhandeln, so dürfte es für Sie vermutlich auch funktionieren.

Wenn Franklin’s Strategie Ihnen hingegen nicht dabei hilft, den Schutzschild von jemandem abzusenken, dann akzeptieren Sie einfach, wo derjenige jetzt steht und erlauben Sie ihm dort zu bleiben. Wenn Sie einen Menschen bedingungslos akzeptieren, müssen Sie als nächstes entscheiden, ob Sie die Beziehung zu ihm aufrecht halten wollen. In vielen Fällen werden Sie in der Lage sein zu vergeben und los zu lassen. In anderen Fällen werden Sie entscheiden, dass es das Beste ist, weiter zu gehen, indem Sie beispielsweise den Job wechseln oder eine private Beziehung beenden. Ob Sie wollen oder nicht, in jedem Fall machen Sie eine Erfahrung von Wachstum.

Ich war in unzähligen solchen Situationen, um zu wissen, dass es langfristig gesehen die Menschen oft eher dazu bringt, eine offenere Haltung anzunehmen, wenn man sie dort akzeptiert, wo sie gerade stehen. Menschen sind in der Engstirnigkeit gefangen aus Angst, vor allem aus Angst ausgenutzt zu werden. Ihre bedingungslose Akzeptanz hilft, diese Angst ein wenig zu nehmen, was vielleicht schon genug ist, um sie zu überzeugen, Ihren Schutzschild abzusenken und sich für neue Ideen zu öffnen. Aber wenn Sie angreifen, angreifen, angreifen, gewinnen Sie vielleicht die eine oder andere Auseinandersetzung, aber Sie drängen den anderen auch noch tiefer in die Angst und bewirken, dass er noch mehr Energie in das Verteidigen seines Standpunktes investiert.

Wenn Sie in eine Auseinandersetzung mit einer engstirnigen Person geraten, werden Sie wahrscheinlich feststellen, dass Sie - zumindest zeitweilig - selbst unbeugsamer und engstirniger werden. Sie diskutieren mit dem anderen vielleicht noch Tage lang in Gedanken weiter. Aber je mehr Sie die Fähigkeit entwickeln, Menschen auf mitfühlende Art und Weise zu akzeptieren, egal wo sie stehen, desto offener werden Sie selbst. Je weniger Sie abwehren, desto mehr können Sie vergeben und akzeptieren.

Offen zu sein bedeutet nicht leichtgläubig zu sein. Offen zu sein bedeutet dass Sie empfänglich sind für neue Ideen und dass Sie gewillt sind, andere Sichtweisen zuzulassen, wenn diese irgendeinen Wert in sich bergen. Wenn diese für Sie keine Werte enthalten, werfen Sie sie über Bord. Wenn sie für Sie den richtigen Ton treffen, erforschen Sie sie weiter. Je mehr Sie offen auf andere Ideen/Meinungen zugehen ohne die Menschen dahinter abzulehnen, desto schneller können Sie als Mensch wachsen.

 


 Übersetzung von ProblemImGriff, Original von Steve Pavlina:
„Dealing With Close-Mindedness“


 

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Mit schwierigen Menschen umgehen


Wie soll man mit schwierigen, irrationalen oder beleidigenden Menschen umgehen, vor allem solche in Machtpositionen, die zu einem gewissen Grad Kontrolle über Ihr Leben haben?

Ich habe noch nie einen ausschließlich rationalen Menschen getroffen. Unsere Fähigkeit Informationen zu speichern und zu verarbeiten reicht dafür bei weitem nicht aus. Aber unsere Gefühle sind eine Abkürzung. In seinem Buch „Emotionale Intelligenz“ beschreibt Daniel Goleman Menschen mit der Diagnose „Alexithymie“, einem Zustand, in dem Menschen entweder keine Emotionen oder die Verbindung zu Ihren Gefühlen vollständig verloren haben. Sie werden glauben solche Menschen sind hyperrational, sind sie aber nicht. Sie können in der Gesellschaft gar nicht funktionieren. Ihnen fehlt der gefühlsmäßige Kontext um zu entscheiden, was für Sie wichtig ist, d.h. einen Cent zu verdienen ist für sie gleich wichtig wie eine Million Dollar zu verdienen. Sie verbringen Stunden mit Dingen, die andere als Belanglosigkeit betrachten, z.B. um welche Uhrzeit Sie einen Zahnarzttermin ausmachen sollen. Unsere Emotionen sind eine logische Abkürzung – wir „fühlen“ den Unterschied zwischen relevant und irrelevant.

 

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Weiter zum Umgang mit schwierigen oder irrationalen Menschen…

Ich bin von solchen Leuten sicher nicht verschont geblieben, obwohl ich in meinem Leben insgesamt nur 6 Monate als „Angestellter“ gearbeitet habe als ich aufs College ging. Sie sind überall! Weiters hatte ich mit irrationalen/beleidigenden Menschen in Geschäftsbeziehungen, unter Vermietern, etc. zu tun. Aber solche Menschen können mir wenig anhaben, denn ich begegne ihnen auf zwei Arten:

 

1) Eine Geschichte über Buddha erzählt,

dass ein verbal beleidigender Mann zu ihm kam und begann, ihn zu beschimpfen. Aber Buddha saß einfach nur ruhig da. Am Ende fragte der Mann Buddha, warum er auf die Beschimpfungen und Beleidigungen nicht reagiert. Buddha antwortete: „Wenn dir jemand ein Geschenk anbietet und du lehnst es ab, wem gehört dann das Geschenk?“ Wenn jemand irrational, beleidigend, etc. ist, können Sie mental das Annehmen des „Geschenks“ verweigern. Lassen Sie diese Person ihren Ärger und Irrsinn behalten, lassen Sie nicht zu, dass es Sie trifft. Dazu bedarf es Übung, aber es gibt viele mentale Techniken, die Ihnen helfen können. Ich stelle mir üblicherweise den Ärger als rote Energie vor, die an mir abprallt oder durch mich hindurch- und einfach zu Ihrem Ursprung zurückfließt. Das ist der Hinweis an mein Unterbewusstsein, dass der Ärger ausschließlich zu der anderen Person gehört. Also dieser Vorgang hält erstmal den Einfluss des anderen auf meinen Gefühlszustand in Schach. Und das funktioniert sehr gut. Ich verliere nie meine Gelassenheit, außer mit Absicht aus einem bestimmten Grund. Manchmal ist es wirkungsvoller auf den Ärger einer Person selbst auch durch Schimpfen zu antworten und sie dann langsam wieder zur Räson zu bringen. Ich erkenne innerlich auch an, dass womöglich nur ein Mangel an Liebe und Zufriedenheit im Leben desjenigen der Grund ist, weshalb er sich so verhält.{loadposition contentbanner-rechts}

 

2) Nun da Sie Ihre Emotionen im Griff haben,

müssen Sie sich noch immer mit der Sachlichkeit der betreffenden Person und ihren Einfluss auf Ihr Leben auseinandersetzen. Manchmal reicht es aus, nur seine eigenen Emotionen unter Kontrolle zu haben, aber ein anderes Mal ist das nicht genug – Sie müssen aktiv werden und die Situation ansprechen. In diesem Fall benutze ich meine Logik und meine Intelligenz um zu entscheiden, was ich - abhängig von den Besonderheiten der Situation -  tun soll. Es ist wie Schach spielen – wie wird der andere reagieren wenn ich diesen Zug mache? Selbst das Verhalten von irrationalen und verletzenden Menschen ist bis zu einem gewissen Grad vorhersehbar, wenn Sie ein bisschen über sie wissen. Menschliches Verhalten ist zielgerichtet, aber es kann schwierig sein, die Absichten des anderen zu durchschauen. Nutzen Sie, was Sie wissen, um die Reaktion der Person auf Ihre verschiedenen, möglichen Handlungen vorherzusehen. Ihre Informationen sind vielleicht unvollständig, aber geben Sie Ihr Bestes. Sehen Sie es als eine Lektion im Risiko-Management.

 

 

Hier sind einige mögliche Aktionen:

 

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Verbannen Sie die Person aus Ihrem Leben

Das ist ein wenig extrem, aber manchmal ist es die beste Möglichkeit. Wenn Ihr Vermieter wirklich übel ist, überlegen Sie, zu übersiedeln. Wenn Ihr Chef oder Ihre Mitarbeiter furchtbar sind, gehen Sie. Vor vielen Jahren habe ich einem Freund gesagt, dass ich mit ihm keinen Kontakt mehr möchte, denn er steckte tief in der Software-Piraterie, und ich wollte diese Art  von Einfluss einfach nicht länger in meinem Leben haben.

 

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Konfrontieren Sie die Person direkt mit ihrem Verhalten

Heben Sie Ihren Standard bezüglich dem, was Sie in Ihrem Leben zu akzeptieren bereit sind und fordern Sie diesen ein. Diese Strategie ist mein Favorit, aber manche Leute fühlen sich damit nicht wohl. Der Vorteil daran ist, dass Sie aufhören, Spiele zu spielen, und dass Sie ganz genau erfahren, woran Sie bei dieser Person sind. Ich habe diese Strategie angewandt, wenn ich einen schwierigen Vorgesetzten oder Mitarbeiter hatte – ich habe einfach die Karten auf den Tisch gelegt und erklärt, warum bestimmte Dinge für mich nicht mehr tragbar sind und meine konkreten Vorstellungen dargelegt. Nun wird der andere Ihre „Forderungen“ möglicherweise ablehnen, aber dann wissen Sie wenigstens, wo Sie stehen und können auf dieser Basis neu entscheiden. Ziehen Sie eine Linie, und wenn der andere diese übertritt, wissen Sie, dass der Verstoß beabsichtigt ist.

 

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Konditionieren Sie das Verhalten der Person

Ich kenne ein Team, das genau das mit einem verbal beleidigenden Chef gemacht hat. Sie haben Ihren Boss „erzogen“, ermutigend und unterstützend zu sein. Zum Chef hinzugehen und ihn anzusprechen hat einfach nicht funktioniert, also haben sie sich zusammengetan und eine Strategie zur Konditionierung seines Verhaltens ausgearbeitet: Sie reagierten nicht mehr auf sein negatives Verhalten und belohnten sein positives Verhalten. Immer wenn er ausfällig wurde, wurde er entweder ignoriert oder seine Mitarbeiter fragen ihn: „Wollen Sie mich durch verbale Angriffe manipulieren?“ Sie zeigten einfach konsequent auf, wenn er ausfällig wurde. Aber immer wenn er auch nur im geringsten ermutigend agierte, wenn er zum Beispiel sagte „gute Arbeit“ oder „Danke Ihnen“, griffen sie das ebenfalls auf und dankten ihm für seine Freundlichkeit und seine Unterstützung.

Innerhalb weniger Wochen wurde ihr Chef ein komplett anderer. Ich schrieb einen vorhergehenden Beitrag zu verhaltens-konditionierenden Techniken Wie Sie sich unerwünschtes Verhalten abgewöhnen, es gibt also auch Möglichkeiten eine Person sanft zu ändern. Das setzt jedoch voraus, dass Sie genügend Einfluss auf die Person haben.

 

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Verschaffen Sie sich Einfluss

und benutzen Sie diesen um eine Handlung zu erzwingen. Das kann riskant sein, ist manchmal aber die beste Lösung. Eventuell müssen Sie mithilfe Ihres Einflusses versuchen, dass jemand gefeuert wird, wenn er die Produktivität behindert. In Software-Firmen ist es für ein Team nicht unüblich beim Management anzusuchen, ein schwaches Mitglied zu feuern. Ich verwende folgende Methode meinerseits häufig, wenn ich im Geschäftsleben mit schwierigen Menschen zu tun habe, die sich absichtlich schlecht benehmen: Ich kontaktiere jeden, der Geschäfte mit dieser Person macht, um ihn zu informieren, was vor sich geht. Und wenn das Geschäft groß genug ist, ziehe ich örtliche Gemeindevertreter und Mitglieder der Presse hinzu. Sie können sich das als die Verpfeifer-Strategie merken.

 

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Loslassen

Manchmal ist das die beste Lösung, wenn jemand Sie irgendwie verletzt. Übergehen Sie es einfach und machen Sie weiter.

 

 

Es gibt noch eine tiefere Überlegung…

Gibt es triftige Gründe, warum Sie dieser schwierigen Person erlauben in Ihrem Leben zu bleiben? Wenn Sie zum Beispiel Geld eine höhere Priorität beimessen als Lebensqualität, wie können Sie sich dann beschweren, wenn Sie Ersteres bekommen, aber Letzteres opfern müssen?{loadposition contentbanner-links}

Ich glaube, dass die Menschen oft damit Probleme haben, der Lebensqualität eine ausreichend hohe Priorität beizumessen. Uns wurde beigebracht, es einfach zu schlucken und zu tolerieren, wenn wir einen schwierigen Chef haben (und dann an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben). Das eine Mal wo ich Angestellter war, mochte ich meinen Boss nicht besonders, er benahm sich wie ein Idiot und schien nicht besonders hell zu sein. Mir wurde klar, dass, wenn ich lebenslang Angestellter wäre, ich dann immer wieder Chefs wie diesen haben könnte und es nicht immer die beste Lösung wäre, zu kündigen. Also habe ich beschlossen kein Angestellter zu werden. Als ich dann mit Spielehändlern und -entwicklern arbeitete, begegnete ich Unehrlichkeit und Inkompetenz und das war so weit verbreitet, dass ich das Gefühl hatte, es wäre schwer in diesem Geschäft tätig zu sein ohne mit solchen Leuten zu tun haben zu müssen, also beschloss ich, mit solchen Leuten ebenfalls nicht mehr zu arbeiten. Als ich zur selbständigen Spiele-Entwicklung überwechselte liebte ich die Leute, ich habe es wirklich genossen, daher blieb ich Jahre lang dabei. Ich entschloss mich, meine Karriere nicht auf die Zusammenarbeit mit schwierigen Menschen aufzubauen. Jetzt da ich mit dem Reden angefangen habe, habe ich auch hier viel Spaß und komme großartig mit den Leuten aus, also bin ich auf diesem Pfad sehr glücklich.

Anscheinend ziehen verschiedene Branchen verschiedene Arten von Menschen an, manche ziehen mehr Dummköpfe an als andere. Sie müssen nicht in einem Schlachthaus arbeiten (wo laut Berichten die Fluktuationsrate von allen Jobs am höchsten ist), aber auch nicht in einem technischen Schwitzhaus. Sie denken vielleicht, sich mit einem schwierigen Chef abzugeben wäre ein „MUSS“, ist es aber nicht. Sie können nicht alles kontrollieren, aber in den meisten Fällen haben Sie genug Kontrolle über Ihr Leben, sodass Sie es vermeiden können, sich mit solchen Leuten abzugeben. Nur weil alle um Sie herum einen ausfälligen Chef tolerieren, müssen Sie das noch lange nicht.

Artikel noch nicht übersetzt, Inhalt in Englisch


 Übersetzung von ProblemImGriff, Original von Steve Pavlina:
„Dealing with Difficult People“


 

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Mit schwierigen Verwandten umgehen

 

Bezugnehmend auf den Artikel Mit schwierigen Menschen umgehen haben viele Kommentatoren nachgefragt, wie man mit schwierigen Verwandten umgehen soll, etwa mit einem herrischen Elternteil oder Schwiegereltern. Der originale Beitrag handelt von schwierigen Menschen mit denen Sie eine berufliche Beziehung haben, wie Chef oder Mitarbeiter. Wenn die problematische Person jedoch ein Verwandter und die Beziehung persönlicher anstatt beruflicher Natur ist, ist das ein ganz anderes Thema.

 

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Ziehen und formulieren Sie Ihre Grenzen

Sie ziehen die Grenzen in Ihren Beziehungen. Wenn diese Grenzen überschritten werden und die andere Person Ihren Hinweis scheinbar nicht versteht, müssen Sie sich behaupten, um die Balance wieder herzustellen. Wenn Sie Verwandte haben, die Ihre Grenzen nicht respektieren und sich benehmen, als wäre der Zweck ihrer Beziehung, dass Sie Kopfstände machen müssen, um deren Bedürfnisse zu befriedigen, sind Sie damit sicher nicht allein. Ich spreche über Grenzen die Sie als absolute Schmerzgrenzen betrachten, die nicht übertreten werden dürfen, solche, bei denen Sie sich verletzt fühlen, wenn Sie übertreten werden. Beispielsweise, wenn Sie Ihre Privatsphäre schätzen und Verwandte bestehen auf häufige, unangekündigte Überraschungs-Besuche, das könnte so eine Schmerzgrenze für Sie sein. Oder wenn Ihre Schwiegermutter Endora Sie ohne Ihre Einwilligung zu einem Nutztier macht, wollen Sie dem vielleicht Einhalt gebieten, vor allem wenn Sie langsam Lust auf Gras bekommen, obwohl Sie noch menschliche Gestalt haben.

Das erste, was Sie begreifen müssen ist, dass es völlig OK ist, Ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Eine Beziehung in der Sie sich übergangen fühlen, ist nicht gesund.

Schwierige Beziehungen im Außen zu korrigieren ist ziemlich einfach. Sie müssen die Grenzen mit denen Sie sich wohl fühlen klar definieren. Sagen Sie dem anderen, wo diese Grenzen sind und dann fordern Sie sie ein. Viel mehr ist nicht dabei. Wenn Ihre Grenzen vernünftig sind und die andere Person entweder unwillig oder unfähig ist sie einzuhalten, sind sie miteinander fertig – in den meisten Fällen wäre es töricht, eine solche Beziehung fortzuführen. Das würde nur Ihrer Selbstachtung schaden.{loadposition contentbanner-rechts}

Wenn Sie schon jahrelang verfahren ohne wie ein vernünftiger Erwachsener Ihre Grenzen klar aufzuzeigen und einzufordern (z.B. wenn Sie jemandem zu lange erlaubt haben, Sie wie ein Kind zu behandeln), wird der andere Sie im ersten Moment höchstwahrscheinlich nicht ernst nehmen. Es könnte sogar sein, dass derjenige mit einem kleinen Schock (meist vorgetäuscht) reagiert, dass Sie es überhaupt wagen, sein Verhalten einschränken zu wollen. Lassen Sie die Person ruhig Ihre Reaktion haben, bleiben Sie jedenfalls bei Ihrem Standpunkt.

 

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Fordern Sie Ihre Grenzen ein

Es gibt viele Arten, Grenzen einzufordern. Hier ist eine Vorgehensweise, die mir gefällt. Sagen Sie der anderen Person, dass Sie die Absicht haben, in den nächsten 30 Tagen die Grenzen, die Sie aufgezeigt haben, strikt einzufordern. Und wenn die Person Ihre Grenzen innerhalb dieser 30 Tage auch nur ein Mal übertritt, dann starten Sie eine 30-tägige-Kommunikations-Sperre. 30 Tage lang haben Sie ganz einfach keinen Kontakt zu dieser Person. Keine Kurzbesuche, keine Anrufe, keine E-Mails, nichts – wenn es nicht absolut unumgänglich ist. Nach der 30-Tage Fastenzeit können Sie mit der 30-Tage-Grenzen-Einforderung wieder von vorn beginnen und den Vorgang wiederholen. Natürlich sollten Sie den anderen darüber informieren, dass Sie das machen – seien Sie völlig transparent in dem, was Sie tun. Sagen Sie der Person auch, dass Sie diese Maßnahme ergreifen müssen, da sie Ihnen keine andere Wahl gelassen hat. Wenn derjenige versucht, während der 30-Tage-Sperre Kontakt mit Ihnen aufzunehmen, dann beginnen die 30 Tage wieder bei Tag Eins. Wenn dies einige Male vorkommt und Sie an dem Punkt gelangen, wo Sie sich sicher sind, dass der andere keinerlei Absichten hat, Ihre Grenzen zu respektieren, trotz Ihrer Versuche diese einzufordern, dann sind sie miteinander fertig. Die Beziehung ist tot, zumindest in ihrer derzeitigen Form. Wenn die Person Ihre Grenzen nicht einmal 30 Tage lang respektieren kann, was für eine gemeinsame Zukunft haben Sie dann? Es bedeutet, dass Ihre Grenzen so lange übertreten werden, wie die Beziehung in Ihrer derzeitigen Form existiert. Das mag ein wenig hart klingen, aber denken Sie daran, bevor Sie diesen Punkt erreichen, haben Sie Ihre Bedürfnisse der Person gegenüber bereits klar zum Ausdruck gebracht, und diese wurden mit Füßen getreten. Sie sind es sich selbst schuldig, einen Schritt zurückzutreten und zu überlegen, ob Sie die Beziehung überhaupt weiterführen wollen. Die 30-Tage-Sperre ist eine Zeit für sie beide, um die Beziehung aus der Distanz neu zu bewerten. Es ist weiters ein massives Durchbrechen von Mustern, um der anderen Person unmissverständlich mitzuteilen, dass Sie zu weit gegangen ist, genug ist genug.

 

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Entschärfen Sie die Hauptwaffe „Schuld“

Wenn jemand versucht, Schuld als Manipulationswerkzeug zu benutzen (was ziemlich häufig vorkommt), ist das relativ leicht zu überwinden. Wenn Sie merken, dass der andere versucht, Ihre Gefühle zu manipulieren, indem er Ihnen Schuldgefühle einredet, bringen Sie die ganze Angelegenheit auf eine bewusste Ebene, indem Sie fragen: „Versuchst du gerade, mir Schuldgefühle einzureden?“ Derjenige wird das wahrscheinlich leugnen, aber schon bald wird das Muster wieder auftauchen. Bleiben Sie dabei, dieses Muster der Schuld zu unterbrechen, indem Sie die Aufmerksamkeit auf die emotionale Manipulations-Taktik der Person lenken. Stellen Sie einfach Fragen wie „Warum hältst du es für notwendig, Schuldgefühle zur Manipulation einzusetzen?`“ oder „Das muss dich wirklich sehr aufregen, wenn du es für notwendig hältst, mir Schuldgefühle einzureden, damit du dein Ziel erreichst. Wäre es möglich, die Diskussion auf einer vernünftigeren Ebene weiterzuführen?“

Sie müssen den anderen deshalb nicht zusammenschlagen, aber schieben Sie der Waffe Schuld ein für alle Mal den Riegel vor. Wenn Sie sich nicht auf das Spiel mit der Schuld einlassen, gibt Ihnen das die Möglichkeit, mitfühlender zu sein und zu erkennen, dass der andere Schuld nur deshalb verwendet, weil er sich machtlos fühlt. Und wenn Sie diese Machtlosigkeit ansprechen können, haben Sie die Gelegenheit, die Beziehung in etwas Gutes umzuwandeln.

 

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Wer übernimmt das Einfordern?

Wenn der schwierige Verwandte ein verschwägerter ist (oder vergleichbares, falls Sie nicht verheiratet sind) dann muss diejenige Person, die mit demjenigen am engsten verwandt ist, das Einfordern übernehmen. Das ist besonders in einer Ehe wichtig. Sie und Ihr Ehepartner müssen sich gegenseitig gegenüber allen anderen Verwandten an erste Stelle platzieren. Wenn ein Verwandter Ihres Ehepartners Ihre Grenzen missachtet, dann muss Ihr Partner denjenigen darauf aufmerksam machen und das Einfordern Ihrer Grenzen übernehmen.{loadposition contentbanner-links}

Probleme dieser Art sind besonders in Beziehungen bei Leuten in den 20ern verbreitet, da man sich, was die Beziehung zur Ursprungs-Familie betrifft, oft in einer Umbruchs-Phase befindet. Wenn Sie zum Beispiel mit jemandem zusammenleben, werden  Sie sich zu demjenigen immer näher hingezogen fühlen, während Sie als Ihre Familie noch immer die ansehen, in der Sie geboren wurden. Wenn Sie aber verheiratet sind und Kinder haben, werden Sie als Ihre Haupt-Familie eher Ihre Ehefrau und Ihre Kinder ansehen. Also für viele Menschen sind die 20er eine Zeit sich verschiebender Identitäten, eine Zeit, wo sich Probleme mit anderen Verwandten häufen, da sie Ihrer Liebesbeziehung in die Quere kommen und Ihr Partner Sie darauf aufmerksam machen wird.

Es ist nicht ungewöhnlich mit jemandem zusammen zu leben und eine enge Liebesbeziehung aufzubauen und allmählich zu merken, dass der Partner noch immer mit ihrer/seiner „Mami“ (oder einem  Äquivalent) verheiratet ist.  Wenn ein solches Muster dort auftritt, wo Sie nicht den Einfluss haben, um Grenzen bei dem Verwandten Ihres Partners einzufordern und Ihr Partner nicht das Rückgrat für eine Konfrontation hat, dann müssen Sie diese Grenzen bei IHREM PARTNER einfordern und Ihn direkt für das Verhalten seines Verwandten zur Verantwortung ziehen. Das hat den Vorteil, Ihren Partner dazu anzutreiben, erwachsen zu werden  (auch wenn er  sich manchmal mit Händen und Füßen wehrt) und zu lernen, Ihre Bedürfnisse an die erste Stelle zu setzen und die von „Mami“ an die zweite. Manche Leute brauchen nur einen ordentlichen Tritt, um aus der Kindheit heraus- und ins Erwachsensein einzutreten, vor allem in ihren 20ern. Langfristig wird Ihr Partner wahrscheinlich dankbar für sein neues Rückgrat sein.

 

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Wenn das alles nicht funktioniert, suchen Sie das Weite!

Wenn die obige Vorgehensweise fehlschlägt, auf und davon in eine andere Stadt. Viele Menschen schwören, dass Ihre Ehe dadurch gerettet wurde.

 


 Übersetzung von ProblemImGriff, Original von Steve Pavlina:
„Dealing With Difficult Relatives“


 

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info@problemimgriff.eu (Super User) Beziehungen Mon, 03 Sep 2012 22:00:00 +0200
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Negativen Menschen helfen

 

Viele Leute fragen mich wie sie jemandem helfen können, der in negativem Denken oder Depressionen feststeckt.

Hier sind einige Tipps dazu:

 

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Egal was passiert, bleiben Sie positiv

Einmal besuchte ich einen alten Bekannten und sobald ich ihn erblickte, fühlte ich wie sich eine Wolke der Dunkelheit über mir ausbreitete. Ich bereute meinen Besuch sofort. Egal wie oft ich das Thema wechselte, er schaffte es, jedes Thema so hinzudrehen, dass er sich über sein Leben und was ihm alles daran nicht gefiel, über andere Leute und die ganze Welt beschweren konnte. Nach 30 Minuten hielt ich es nicht mehr aus und musste gehen. Dieser Mensch war der größte Energie-Räuber. Er wollte mich dazu bringen, dass ich all seinen eingebildeten Leiden zustimmte, um seine Rolle als Opfer bestätigt zu bekommen. Er war spürbar unzufrieden, als ich mich weigerte, ihm in seinem selbst gemachten Gefängnis beizuwohnen. Für ihn war das ein Grund, es noch vehementer zu versuchen. Aber er bekam vom Leben exakt das, was er beabsichtigte. Er war Opfer, weil er sich selbst als Opfer sah.{loadposition contentbanner-rechts}

Um jemandem aus einem negativen Zustand heraus helfen zu können, ist das Wichtigste, dass Sie nicht selbst in die Negativität verfallen dürfen. Negative Menschen sind Energie-Räuber. Sie haben eine schier endlose Kapazität zu betonen, was sie alles nicht wollen, jammern und beschweren sich über ihr Leben und lehnen gleichzeitig die Verantwortung für die Konsequenzen daraus ab. Ihre Angst blockiert den natürlichen Energiefluss aus ihrem Inneren, also müssen sie sich stattdessen Energie von anderen Menschen holen. Wenn Sie ein paar Stunden mit so jemandem verbringen, fühlen Sie sich nachher meist ausgelaugt, müde, traurig oder gestresst. Andererseits haben positive Menschen ihre Ängste in einem solchen Maß überwunden, dass ihre Energie nach Außen fließt. Folglich geben sie Energie anstatt welche zu nehmen. Wenn Sie Zeit mit sehr positiven Menschen verbringen, fühlen Sie sich üblicherweise energiegeladen, empor gehoben und inspiriert. Die meisten Menschen sind irgendwo in der Mitte, sodass der Energieaustausch eher neutral ist.

Es ist egal, welchen Umständen negative Menschen die Schuld an ihren negativen Anschauungen geben. Es ist trotzdem eine Wahl ihres freien Willens. Egal wie unbewusst die Person war als sie sich entschloss, in die Negativität abzurutschen, in diesem Moment hat sie noch immer die Macht, sich anders zu entscheiden. Wenn Sie sich also entschließen, so jemandem zu helfen, ist es Ihre Hauptaufgabe demjenigen eine Anleitung zu geben, sodass er eine bewusste Entscheidung trifft, eine, die ihn viel stärker bevollmächtigt.

 

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Wie können Sie negativen Menschen helfen?

Als ich meine Lebensretter-Auszeichnung bei den Pfadfindern bekam, lernte ich, dass man keinesfalls hinterher springen sollte, um jemanden vor dem Ertrinken zu retten. Stattdessen sollten Sie folgende Punkte in dieser Reihenfolge durchdenken:

Erreichen

Werfen

Rudern

Laufen

 

Schnappen Sie sich als erstes eine Stange oder einen Stock und reichen Sie ihn dem Ertrinkenden. Wenn er zu weit weg ist oder die Stange nicht greifen kann, dann versuchen Sie, ihm einen Rettungsring hinzuwerfen. Wenn das nicht funktioniert, springen Sie in ein Boot, rudern Sie zu ihm hinaus und reichen ihm das Ruder zum Umklammern. Und als allerletzten Ausweg können Sie hinaus schwimmen und die Person selbst retten, wenn Sie auf so etwas trainiert sind.

 

Schauen wir uns an, wie der selbe Vorgang dazu verwendet werden kann jemandem zu helfen, der in negativen Gedanken festhängt:

 

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Erreichen

Negative Menschen sind nicht nur eine Gefahr für sich selbst, sondern auch für alle sie Umgebenden. Daher ist es wichtig, dass Sie selbst in einem stabilen seelischen Gleichgewicht bleiben, während Sie versuchen demjenigen zu helfen. Sie helfen einem Ertrinkenden nicht indem Sie ins Wasser springen, neben ihm wild mit den Armen rudern und schreien. Dennoch verwenden manche Menschen diese höchst ineffiziente Strategie als Versuch, negativen Freunden aus der Depression zu helfen. Einem negativen Menschen beim Jammern Gesellschaft zu leisten stärkt nur seine Negativität und bewirkt, dass auch Sie sich mit Ihrem eigenen Leben unwohl fühlen. Obwohl es vorübergehend helfen kann, wenn derjenige das Gefühl hat, nicht alleine ertrinken zu müssen. Negative Menschen verteilen ohne Ende Einladungen zu Selbstmitleids-Partys. Wenn Sie eine bekommen, antworten Sie nicht.

Wenn der Betroffene noch nicht all zu tief drinnen steckt, können Sie sich nach ihm ausstrecken und versuchen, ihn in einen positiveren Gemütszustand hochzuziehen. Das ist die beste Vorgehensweise bei Menschen, die innerhalb Ihrer Reichweite sind. Das ist vor allem anzuwenden wenn der Mensch normalerweise positiv oder neutral ist und nur vorübergehend unter vielen Ängsten und Sorgen leidet. Strecken Sie sich nach ihm aus mit einer netten Geste. Tun Sie, was Sie tun können um ihn aufzumuntern und wieder auf die positive Seite zurück zu bringen. Laden Sie ihn zu einem fröhlichen Gesellschaftsereignis ein. Nehmen Sie ihn mit zu einem gemeinsamen Essen und reden Sie über positive gemeinsame Erinnerungen. Wenn derjenige versucht, Sie dazu zu bringen, ihm in seinem negativen Denken Gesellschaft zu leisten, tun Sie das nicht. Helfen Sie ihm lieber, indem Sie ihm gut zureden.{loadposition contentbanner-links}

Manchmal, wenn meine Frau aus der Fassung gerät (was zu gewissen Zeiten im Monat passieren kann), bringe ich sie dazu sofort mit dem aufzuhören, was sie gerade tut und ich mache ihr eine 5-Minuten-Fuß-Massage. Das hilft normalerweise sie umzustimmen, weil es ihren Fokus verlagert. Wenn Sie die Wahl hat sich auf Ihre Probleme zu konzentrieren oder auf Ihre Füße, dann wählt sie die Füße, um das Vergnügen der Massage zu genießen. Wenn die Massage vorbei ist, ist sie vielleicht nicht total glücklich, aber sie fühlt sich zumindest zufriedener.

Sich nach jemandem in negativem Gefühlszustand auszustrecken wirkt effektiv bei leichter oder vorübergehender Negativität. Manchmal braucht es nur ein nettes Wort und ein wenig Aufmerksamkeit von einem Freund, um die Dinge umzudrehen. Aber wenn diese Lösung nicht wirkungsvoll oder passend ist, dann müssen Sie weiter gehen …

 

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Werfen

Wenn der Betroffene schon ein bisschen weiter draußen im Meer der Negativität ist, können Sie ihn wahrscheinlich nicht direkt erreichen. Vermutlich verweigert er Ihre anfänglichen Versuche ihm zu helfen. Er leugnet vielleicht das Problem obwohl es für jedermann offensichtlich ist. In einer solchen Situation können Sie es mit einer indirekten Hilfe versuchen, indem sie ihm einen Rettungsring zuwerfen.

Bitten Sie einen gemeinsamen Freund oder ein Familienmitglied sich einzuschalten. Schicken Sie dem Betroffenen ein Buch oder eine CD die ihm helfen könnte. Schreiben Sie ihm eine Karte oder einen Brief um ihm zu zeigen, dass Sie sich um ihn sorgen. Sie können Kärtchen und Briefe auch für jemanden verwenden mit dem Sie zusammenleben. Das funktioniert oft sehr gut, da es in verbalen Auseinandersetzungen leicht zu Entgleisungen kommt. Seien Sie kreativ oder machen Sie etwas Witziges um demjenigen zu helfen sein negatives Muster zu durchbrechen und ihn wieder an einen gemeinsamen Tisch zu bringen. Nehmen Sie zum Beispiel eine persönliche Audio-Botschaft auf und spielen Sie diese auf seinen iPod.

Wenn Ihr erster Wurf fehlschlägt werfen Sie weiter bis die Person zugreift. Wenn die Versuche Sie aber auslaugen, können Sie einen letzten Wurf machen und sagen, „Das war's! Entweder du greifst jetzt nach dem Rettungsseil oder ich schneide dich ab.“ Manchmal ist ein Ultimatum die einzige Möglichkeit, die Aufmerksamkeit einer Person zu bekommen, aber greifen Sie nur zu diesem Mittel, wenn alle anderen Versuche fehlschlagen.

Vor vielen Jahren befand sich eine Freundin meiner Frau in einer Abwärtsspirale und verletzte häufig sich selbst und andere. Nach mehreren Versuchen ihr zu helfen entschied meine Frau, ihr einen langen Brief zu schreiben. In diesem Brief brachte sie ihre Gefühle über das destruktive Verhalten dieser Frau zum Ausdruck, bot ihr den bestmöglichen Rat an und sagte, dass ihre Freundschaft aufgrund der Entscheidungen dieser Frau, enden müsse. Meiner Frau wurde klar, dass sie diese Freundschaft hinter sich lassen musste, sie versuchte aber in Form dieses Briefes, einen letzten Rettungsversuch zu unternehmen. Wir hörten jahrelang nichts mehr von dieser Frau und dann aus dem Nichts kontaktierte sie meine Frau wieder. Sie sagte, dass der Brief meiner Frau einen machtvollen Einfluss auf sie hatte, der Ihr Leben grundlegend veränderte. Der Brief zwang sie, einen kritischen Blick auf sich selbst zu werfen und gab den Anstoß, ihr Leben völlig umzudrehen. Obwohl ihre erste Reaktion auf den Brief alles andere als positiv war, war sie langfristig gesehen dankbar dafür.

Aber manchmal sind sogar Ihre besten Würfe nicht gut genug und in diesem Fall sollten Sie vielleicht …

 

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Rudern

Wenn Menschen einfach die Rettungsseile nicht greifen, die Sie Ihnen zuwerfen, Sie aber noch nicht bereit sind, diese Menschen aufzugeben, können Sie in ein Boot springen und zu ihnen hinaus rudern um ihnen zu helfen. Das nennt man Intervention. Sie trommeln einen Haufen positiver Leute zusammen die einander unterstützen und die Energie der Gruppe auf einem hohen Level halten. Dann besuchen sie diesen negative Menschen und verwenden ihre vereinte positive Energie, um ihn aus dem Wasser zu hieven. Werfen sie das Licht der Bewusstheit auf das, was er sich selbst antut. Bieten sie ihm ihre vereinte Hilfe und finanzielle Mittel an und mobilisieren sie so viel Unterstützung, wie sie können.{loadposition contentbanner-rechts}

So wie Sie in einem Ruderboot sicher sind, wird ein große Anzahl von positiven Menschen Ihre Energie davor bewahren, von der negativen Person geschluckt zu werden. Das ist vor allem dann wichtig, wenn die negative Person von anderen negativen Menschen umgeben ist und Sie einen machtvollen Keil brauchen, um sie daraus zu befreien. Wenn Sie es alleine versuchen werden Sie nicht genug Einfluss haben – ein weit verbreitetes Problem, vor allem wenn Drogen und Alkohol im Spiel sind.

Jemand aus meinem Bekanntenkreis hat vor vielen Jahren mit Kokain angefangen. Zunächst nahm er es gelegentlich, diese Gewohnheit nahm bald überhand. Er rutschte immer tiefer in Schulden, um seine Sucht zu finanzieren. Als er dann seinen Kreditrahmen vollkommen ausgeschöpft hatte, suchte er heimlich um einen weiteren Kredit im Namen seiner Frau an und ruinierte ohne ihr Wissen ihre Kreditwürdigkeit. Sein Verhalten wurde zur Manie, mit seinem Beruf ging es bergab und ziemlich bald brach seine Täuschung in sich zusammen. Irgendwann ging er in eine Rehabilitationsklinik. Während er sich dort aufhielt verließ ihn seine Frau und verkaufte einiges von ihren Besitztümern. Er schlug hart auf dem Boden der Tatsachen auf. Aber dann tauchte ein Ruderboot in Gestalt der anonymen Alkoholiker auf. Er ging täglich zu den Treffen und wurde ein Förderer. Die anonymen Alkoholiker halfen ihm sein Leben umzudrehen. Er schwor den Drogen und dem Alkohol ab, fand eine neue Arbeit, arbeitete sich aus den Schulden heraus und ist heute wieder glücklich verheiratet. Es dauerte Jahre bis er sich wieder vollständig erholt hatte und ich weiß, dass es nicht leicht für ihn war, aber er hat es geschafft.

Wir haben das Glück in einer Welt voller Ruderboote zu leben. Egal wie viele dunkle Wolken sich über uns zusammenbrauen, es gibt immer Hoffnung. Viele Menschen auf diesem Planeten arbeiten um Menschen zu helfen, die es am dringendsten nötig haben. Aber für manche Menschen sind auch Ruderboote nicht genug und das ist der Zeitpunkt, wo Sie vielleicht beschließen zu …

 

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Gehen

Als letzten Ausweg können Sie überlegen, alleine mit dem Betroffenen zu arbeiten um ihm so aus seiner Negativität zu helfen. Damit das funktioniert müssen Sie sich Ihres eigenen Zustands sehr bewusst sein und die Fähigkeit besitzen Ihre positive Energie zu behalten, selbst wenn Sie von Negativität umgeben sind. Es gibt nicht viele Menschen, die dazu in der Lage sind.{loadposition contentbanner-links}

Beim Versuch jemanden vor dem Ertrinken zu retten gibt es ein Risiko. Wenn Sie versuchen jemanden zu retten ohne selbst einen ausreichend hohen Bewusstseinszustand zu haben, werden Sie sehr leicht in seine Negativität hinunter gezogen. Viele missbräuchliche Beziehungen beginnen auf diese Art. Sie hören die traurige Geschichte von jemandem und derjenige tut Ihnen leid, was Ihre Energie in seine Negativität zieht und demjenigen die Mittel in die Hand gibt, Sie zu kontrollieren. Denken Sie daran, Sie können niemandem helfen, wenn Sie bei diesem Versuch selbst ertrinken. Wenn Sie jemandem helfen wollen, der in der Negativität ertrinkt, ist es Ihre Hauptaufgabe, sich selbst in jedem Fall in Sicherheit zu bringen. Dies erfordert eine behutsame Mischung aus echter Zuwendung und hohem Bewusstsein.

Erinnern Sie sich, dass sogar Jesus seine Apostel hatte, um ihm zu helfen. Ich könnte mir vorstellen dass, wenn Sie sich mit einer 12er Runde von Freunden umgeben, die daran glauben, dass Sie der Größte sind, Sie erfolgreich große Herausforderungen annehmen können ohne dabei in Selbstzweifeln zu versinken.

Wenn Sie in der Lage sind, den negativsten Menschen einzeln zu helfen, dann haben Sie sich das Verdienstabzeichen „Lebensretter des Bewusstseins“ verdient. Wenn das der Fall ist, dann habe ich keinen speziellen Rat für Sie. Dann möchte ich Ihnen nur sagen, dass ich das anerkenne, mich vor Ihrer Arbeit verneige und hoffe, dass Ihr Leben immer freudvoller, lohnender und herz-zentrierter wird.

 

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Beten

Wenn alles andere fehlschlägt und Sie nicht mehr in der Lage sind dem Betroffenen mit menschlichen Mitteln zu helfen, haben Sie immer noch die Möglichkeit um göttliche Hilfe zu bitten. Sie können das mittels Gebet tun oder indem Sie sich auf Ihre Absicht konzentrieren, dem Betroffenen Hilfe zukommen zu lassen, je nachdem, was mehr Ihren Glaubenssätzen entspricht. Das Wichtige daran ist einfach Ihre Gedanken darauf zu konzentrieren, Hilfe zu senden.

Da wir alle über einen freien Willen verfügen, werden Sie nicht in der Lage sein jemandem zu helfen, der sich weigert Ihre Hilfe anzunehmen. Wichtig ist, dass Sie sich nicht auf ein bestimmtes Ergebnis versteifen und offen für alle Möglichkeiten bleiben, selbst wenn derjenige Ihnen sehr nahe steht. Wenn Sie sich zu sehr auf ein bestimmtes Ergebnis versteifen, ziehen Sie Ihr Bewusstsein auf eine niedrigere Ebene, leiten Ihre Energie ab und schwächen damit unweigerlich Ihre Fähigkeit zu helfen.

Bei unserer Arbeit erhalten meine Frau und ich gelegentlich Bitten um Hilfe von Menschen die schwer depressiv oder suizidgefährdet sind. Oft auch von deren Freunden und deren Familien. Wir haben nicht die Kapazität, all diesen Menschen direkt zu helfen – das würde mehr Energie erfordern als wir zur Verfügung haben. Aber durch unser Schreiben und unsere Audio-Aufnahmen sowie durch unsere Gebete und guten Absichten geben wir unser Bestes, um solchen Menschen dabei zu helfen, sich daran zu erinnern, dass wir alle verbunden sind. Wir sind alle sicher und wir haben immer die Freiheit, Liebe anstelle von Angst zu wählen, unabhängig von den äußeren Umständen.

 


 Übersetzung von ProblemImGriff, Original von Steve Pavlina:
„How to Help Negative People“


 

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Nein sagen

 

Nein sagen ist nicht einfach, aber es ist eine notwendige Fähigkeit, wenn Sie auch nur ansatzweise zielorientiert in Ihrem Leben unterwegs sein wollen.

Wenn Sie zu oft ja sagen, werden Sie höchstwahrscheinlich häufig in die Falle tappen und „Ja“ zum Guten sagen, während Sie gleichzeitig „Nein“ zum Besten sagen.

Es gibt kein bedingungsloses „Ja“. Wann immer Sie „Ja“ sagen, äußern Sie gleichzeitig ein unterschwelliges „Nein“. Wann immer Sie Zeit für eine Tätigkeit aufwenden, sagen Sie „Nein“ zu allem anderen, was Sie mit dieser Zeit hätten machen können.

Es ist noch nicht lange her, da hat „Blockbuster-Video“ die Politik „kein Säumniszuschlag“ eingeführt. Sie sagen „Ja“ zu den Kunden die sich beschweren, dass Sie eine Gebühr zahlen müssen, wenn Sie einen Film nach der Frist zurückbringen. Diese Vorgehensweise hat jedoch einen Nebeneffekt. Da es keinen Säumniszuschlag gibt, behalten Kunden ausgeborgte Filme länger, bevor sie sich darum kümmern, diese wieder zurück zu geben. Wenn Sie jetzt also zu Blockbuster Video gehen, um die neuesten Filme auszuborgen, welche normalerweise in ausreichender Anzahl verfügbar sind, sind diese mit hoher Wahrscheinlichkeit alle verliehen. Die Videos sind bei den Leuten zuhause anstatt in den Regalen des Geschäftes. Ich habe schon öfter gehört, wie sich Blockbuster Mitarbeiter unzählige Male für diese Gebarung entschuldigten, meist aufgrund von Beschwerden von Kunden, da die neuen Ausgaben nicht ausgeliehen werden können. Den Vorteil zu wissen, dass man zu Blockbuster-Video gehen und sich ausborgen kann, was man möchte, gibt es nicht mehr.

Indem Blockbuster „Ja“ zur einen Gruppe der Kunden sagt (jene, die mit Säumniszuschlägen Probleme hatten), sagt Blockbuster gleichzeitig „Nein“ zu einer anderen Gruppe (jene, die an erster Stelle Verfügbarkeit schätzen und nie Probleme mit dem rechtzeitigen Zurückgeben von Filmen hatten). Wenn ich nun der Marketingleiter beim Konkurrenten von Blockbuster wäre, würde ich eine Art „garantiert verfügbar“ Kampagne starten um „Ja“ zu den Kunden zu sagen auf die Blockbuster pfeift.

 

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Es ist immer ein Kompromiss, wenn Sie „Ja“ sagen.

Das Wort „Nein“ hat oft einen schlechten Ruf, aber erkennen Sie, dass jedes „Ja“ auch ein „Nein“ beinhaltet und jedes „Nein“ ein „Ja“. Wenn Sie „Ja“ sagen, sagen Sie „Ja“ zu ihren eigenen, besten Zielen und Plänen während Sie „Nein“ zu allem sagen, was weniger wichtig ist?{loadposition contentbanner-rechts}

Andere Menschen drängen Sie vielleicht dazu, „Ja“ zu sagen aber bevor Sie das tun, schauen Sie sich das „Nein“ an, dass Sie verantworten müssen. Sagen Sie „Nein“ zu Ihrer Familie, um Ihre Karriere voranzutreiben? Sagen Sie „Nein“ zu guten, gesundheitsfördernden Gewohnheiten um Ihren Kollegen zu gefallen? Sagen Sie „Nein“ zu Ihren eigenen Zielen, um zu den Ködern, die andere Ihnen ausgelegt haben, „Ja“ zu sagen?

Wenn Sie „Ja“ sagen wollen zu dem, was für Sie wirklich wichtig ist, können Sie davon ausgehen, dass Sie sich wesentlich öfter „Nein“ sagen hören werden.

Wenn Sie „Nein“ sagen, wird derjenige, der es hört, üblicherweise negativ reagieren, mal weniger, mal intensiver. Machen Sie sich darüber keine Gedanken – diese Reaktion hat viel mehr mit demjenigen selbst zu tun als mit Ihnen. Wenn jemand Sie zu sehr drängt empfehle ich Ihnen, ihm einfach den Rücken zu kehren, indem Sie das „Nein“ betonen, dass das „Ja“ begleiten würde. Zum Beispiel, „Warum willst du, dass ich „Nein“ zu meiner Familie, meiner Gesundheit, meinen Zielen, usw. sage, nur damit ich zu deinem Wunsch „Ja“ sagen kann?“

Wenn es nicht das ist,
was Sie wirklich wollen,
sagen Sie „NEIN“

 


 Übersetzung von ProblemImGriff, Original von Steve Pavlina:
„Saying No“


 

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info@problemimgriff.eu (admin2) Beziehungen Tue, 23 Oct 2012 22:00:00 +0200
Probleme familiärer Beziehungen verstehen https://problemimgriff.eu/index.php/rat-zur-tat/beziehungen/55-probleme-familiaerer-beziehungen-verstehen https://problemimgriff.eu/index.php/rat-zur-tat/beziehungen/55-probleme-familiaerer-beziehungen-verstehen

Probleme familiärer Beziehungen verstehen


Eines der schwierigsten Aspekte von Familienbeziehungen ist es, dass man nur auf einen Teil der Beziehung Einfluss hat.

Ob die Beziehung funktioniert oder nicht, hängt nicht von Ihnen alleine ab. Wie man so schön sagt, zum Streiten gehören immer zwei.

Wenn man auf schwerwiegende familiäre Probleme stößt ist es üblich, Strategien zur Kontrolle zu entwickeln. Sie versuchen die andere Person dazu zu bringen, sich zu ändern. Manchmal funktioniert das, vor allem, wenn Ihre Forderung und die andere Person vernünftig ist. Aber oftmals führt das nur zu Frustration.

Auf der anderen Seite sollten Sie, wenn Sie den anderen nicht ändern können, ihn vielleicht so akzeptieren, wie er ist. Das wäre eine andere Strategie, die manchmal funktioniert, diese kann aber auch zu Frustration und sogar Ärger führen, wenn ihre Bedürfnisse zu kurz kommen.

Es gibt jedoch noch eine dritte Alternative, wenn Sie die andere Person nicht ändern und so, wie sie ist, auch nicht akzeptieren können. Und zwar indem Sie sich selbst so verändern, dass sich das Problem auflöst. Dazu ist es notwendig, dass Sie das Problem neu definieren:

Als ein Problem in Ihrem Inneren,
anstatt als ein äußeres

Die Lösung wird dann in Form einer Erweiterung Ihres Bewusstseins und/oder einer Veränderung Ihrer Überzeugungen kommen.

Sich im Inneren mit Beziehungsproblemen auseinanderzusetzen bedeutet zu erkennen, dass diese eine Seite von Ihnen widerspiegeln, die Sie nicht mögen. Wenn Sie eine negative, äußere Beziehungssituation haben, ist das eine Spiegelung eines Konfliktes in Ihrem eigenen Denken. So lange Sie die Lösung weiterhin ausserhalb von sich suchen, werden Sie das äußere Problem vermutlich nie lösen. Sobald Sie aber anfangen, in sich selbst nach dem Problem zu suchen, wird es vielleicht leichter werden, es zu lösen.

Wenn Sie solche Probleme angehen werden Sie entdecken, dass Sie eine oder mehrere Überzeugungen haben, die das Beziehungsproblem in seiner derzeitigen Form aufrecht erhalten. Diese Überzeugungen sind das eigentliche Problem – die wahre Ursache für eine ungesunde Beziehung.

 

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Sehen Sie sich zum Beispiel eine problematische Beziehung zwischen sich und einem anderen Familienmitglied an.

Nehmen Sie an, Sie vertreten die Überzeugung, dass Sie engen Kontakt mit jedem Familienmitglied haben müssten, einfach deshalb, weil es mit Ihnen verwandt ist. Vielleicht würden Sie das Verhalten dieser Person niemals tolerieren, wenn es von einem Fremden käme, aber wenn die Person ein Verwandter ist, dann tolerieren Sie es aus Zwang, Pflichtgefühl oder einfach, weil das Ihr persönliches Familienkonzept ist. Ein Familienmitglied aus Ihrem Leben zu verbannen, bereitet Ihnen vielleicht Schuldgefühle oder Sie fürchten negative Reaktionen anderer Famililenmitgliedern. Aber fragen Sie sich ernsthaft: „Würde ich dieses Verhalten von einem völlig Fremden tolerieren? Warum toleriere ich es dann bei einem Familienmitglied?“ Warum genau haben Sie sich dazu entschlossen, die Beziehung weiterzuführen, anstatt die Person einfach aus Ihrem Leben zu verbannen? Was sind die Überzeugungen, die die problematische Beziehung aufrecht erhalten? Und sind diese Überzeugungen für Sie wirklich wahr?{loadposition contentbanner-rechts}

Ich liebe meine Eltern und Geschwister bedingungslos (ich habe zwei jüngere Schwestern und einen jüngeren Bruder). Ich hatte jedoch viele Jahre lang keine sehr enge Beziehung zu irgend einem von Ihnen. Es gab keine großen Streitigkeiten oder ähnliches – es ist nur so, dass meine persönlichen Werte und mein Lebensstil so weit von ihren abweichen, dass es nicht mehr genug Übereinstimmung gibt, um eine starke Verbindung aufrecht zu erhalten. Meine Eltern und Geschwister sind alle Anhänger des Arbeitnehmer-Gedankenguts und haben eine sehr niedrige Toleranz für Risiko, als Unternehmer ist das Risiko aber mein liebstes Frühstück. Meine Frau, meine Kinder und ich ernähren uns alle vegan, während meine Eltern und Geschwister Feiertage traditionell mit dem Verzehr von Tieren feiern. Ich kann mich nicht erinnern, dass irgend jemand in meiner Familie jemals gesagt hätte „Ich liebe dich“. Zu meinen eigenen Kindern bin ich aber sehr zärtlich und ich bemühe mich sehr, Ihnen jeden Tag zu sagen, dass ich sie liebe. Meine Eltern und Geschwister sind alle praktizierende Katholiken, ich habe das vor 17 Jahren aufgegeben, um andere Glaubenssysteme kennen zu lernen. (In ihrem Glaubenssystem bin ich in die Hölle verdammt, das hat der Sache einen zusätzlichen Dämpfer verpasst). Obwohl ich in dieser Familie aufgewachsen bin und mich mit Ihnen viele Erinnerungen verbinden, sind unsere Grundwerte nunmehr so unterschiedlich, dass es sich einfach nicht mehr wie eine bedeutungsvolle familiäre Beziehung anfühlt.

Trotz all dieser Differenzen kommen wir gut miteinander aus, aber unsere Unterschiede bilden eine so große Kluft, dass wir uns damit abfinden müssen, nur verwandt statt eng befreundet zu sein.

Wenn Sie die Überzeugung haben, dass eine Familie für ewig besteht und dass Sie sich all Ihren Verwandten gegenüber loyal verhalten und viel Zeit mit Ihnen verbringen müssen, dann möchte ich Ihnen sagen, dass diese Überzeugungen Ihre Entscheidung sind und Sie frei sind, weiter daran festzuhalten oder sie loszulassen. Wenn Sie das Glück einer engen Familie haben, die Sie bei Ihrer Entwicklung wirklich unterstützt, ist das wundervoll und in dieser Situation werden Sie die Nähe Ihrer Familie wahrscheinlich als enorme Kraftquelle empfinden. Dann wird die Treue zur Nähe Ihrer Familie vermutlich sehr motivierend sein.

Wenn Sie sich andererseits in familiären Beziehungen wiederfinden, die damit unvereinbar sind, dass Sie Ihr höchstes und bestes Selbst erreichen, dann würde übermäßige Loyalität zu Ihrer Familie Sie wahrscheinlich extrem demotivieren. Sie würden nur sich selbst vom Wachstum abhalten und davon Ihr eigenes Glück und Ihre Erfüllung zu erreichen, und von Ihrem Potential für andere viel Gutes zu tun. Wenn ich eine sehr enge Beziehung zu meiner Ursprungs-Familie aufrecht erhalten hätte, wäre es so, als wenn ich mein Licht unter einen Scheffel stellen würde. Ich wäre nicht die Person, die ich heute bin.

Ich habe meine familiäre Situation aufgearbeitet indem ich meine Definition von Familie erweitert habe. Auf einer Ebene fühle ich eine bedingungslose Verbindung zu allen Menschen, aber auf einer anderen Ebene sehe ich Menschen mit denen ich eine tiefgehende Übereinstimmung teile als meine wahre Familie an. Meine Frau und ich zum Beispiel verspüren beide eine starke Verpflichtung, so gut wir können Gutes für den Planeten zu tun, was auch einer der Gründe dafür ist, warum wir einander anziehend finden. Und das ist auch mit ein Grund, warum Sie sowohl mein bester Freund als auch meine Frau ist. Wenn ich Menschen sehe, die sehr bewusst und bedacht leben und die danach Streben, Ihr Leben einem würdigen/ehrenwerten Zweck zu widmen, habe ich das starke Gefühl, dass diese Menschen auf einer bestimmten Ebene meine Familienmitglieder sind. Und diese Verbindungen fühlen sich für mich wahrer an als die zu meiner Ursprungs-Familie.

 

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Loyalität ist ein achtbarer Wert, aber was bedeutet es, seiner Familie gegenüber loyal zu sein?

Da Loyalität sehr wichtig für mich ist, musste ich meine Sichtweise über dieses Konzept neu überdenken und die Loyalität zu meinem höchsten und besten Selbst über die Loyalität zu den Menschen, bei denen ich aufgewachsen bin, stellen. Das war ein schwieriger mentaler Schritt für mich, aber langfristig gesehen gab es mir ein Gefühl von Frieden. Ich erkenne jetzt, dass das Konzept Familie weit über die Blutsverwandtschaft hinausgehen kann.

Um familiäre Beziehungs-Probleme zu lösen, die sich auf einer bestimmten Bewusstseins-Ebene abspielen, ist es wahrscheinlich notwendig, Ihr Bewußtsein um einen Level zu erhöhen und einen genauen Blick auf Ihre Werte, Ihre Überzeugungen und Ihre Definition von Loyalität und Familie zu werfen. Wenn Sie diese Probleme erst einmal auf einer höheren Ebene gelöst haben, werden sich die Probleme auf der niedrigeren Ebene von selber auflösen. Entweder werden Sie die Probleme überwinden und einen neuen Weg finden, um die Beziehung konfliktfrei fortzuführen oder Sie akzeptieren, dass Sie aus der Beziehung in Ihrer jetzigen Form hinausgewachsen sind und erlauben sich selbst mit einer neuen Definition von Familie weiterzumachen.

Sie sehen… wenn Sie sich von einer problematischen Beziehung verabschieden, verabschieden Sie in Wirklichkeit einen alten Teil von sich selbst, dem Sie entwachsen sind. Als ich immer weniger mit meiner Ursprungs-Familie übereinstimmte, ließ ich auch Teile von mir selbst allmählich fallen, die mir nicht länger dienlich waren. Ich entfernte mich von starren religiösen Dogmen, von der Angst, Risiken einzugehen, davon, Tiere zu essen, von Negativität und von der Unfähigkeit zu sagen „Ich liebe dich“.  Als ich all diese Dinge aus meinem Bewusstsein verschwinden ließ, änderten sich meine Beziehungen in der äußeren Welt und spiegelten meine neuen inneren Beziehungen.loadposition contentbanner-links}

Wie innen, so außen. Wenn Sie an konfliktbehafteten Beziehungen in Ihrem Leben festhalten, ist die wahre Ursache Ihr inneres Festhalten an konfliktbehafteten Gedanken. Wenn Sie die geistigen Beziehungen in Ihren Gedanken ändern, wird sich Ihre physikalische Welt mit ändern und das spiegeln. Wenn Sie also negative Gedanken aus Ihrem Kopf verbannen, werden Sie sehen, wie Sie gleichzeitig negative Menschen aus Ihrem Leben verbannen.{

Dennoch steht am Ende dieses Loslösungs-Prozesses ein wunderschöner Regenbogen. Wenn Sie nämlich Konflikte in Ihrem Bewusstsein auflösen, was bestimmte Beziehungen dann abflauen lässt, dann werden Sie gleichzeitig neue Beziehungen anziehen, die mit Ihrem erweiterten Bewusstsein im Einklang stehen.

 

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Wir ziehen mehr von dem in unser Leben, was wir bereits sind.

Wenn Ihnen die soziale Situation in der Sie sich befinden nicht gefällt, dann hören Sie auf, Gedanken auszusenden, die das anziehen. Erkennen Sie die Bedeutung äußerer Konflikte und übersetzen Sie sie dann in ihr inneres Äquivalent. Wenn zum Beispiel ein Familienmitglied Sie zu sehr kontrolliert, dann übersetzen Sie das Problem in Ihre eigene innere Version: Sie haben das Gefühl, dass Ihr Leben zu wenig unter Ihrer eigenen Kontrolle ist. Wenn Sie das Problem im Außen vermuten, werden Sie als Lösung vielleicht versuchen, andere Menschen zu kontrollieren und Sie werden auf starken Widerstand stoßen. Wenn Sie aber das Problem als ein inneres erkennen, ist es viel leichter zu lösen. Wenn jemand Ihnen gegenüber sich kontrollierend verhält, werden Sie diese Person vermutlich nicht ändern können. Wenn Sie jedoch das Gefühl haben, Sie bräuchten mehr Kontrolle über Ihr Leben, dann können Sie direkt etwas dafür tun ohne die Notwendigkeit, andere kontrollieren zu müssen.

Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass der Sinn menschlicher Beziehungen die Erweiterung von Bewusstsein selbst sein könnte. Durch den Prozess, Beziehungsprobleme zu erkennen und zu lösen, sind wir gezwungen, uns mit unseren inneren Widersprüchen und Ungereimtheiten zu befassen. Und da wir in unserem Inneren bewusster werden, erweitern sich unsere Beziehungen im Außen ebenfalls in Richtung größerer Bewusstheit.

 


 Übersetzung von ProblemImGriff, Original von Steve Pavlina:
„Understanding Family Relationship Problems“


 

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info@problemimgriff.eu (Super User) Beziehungen Mon, 03 Sep 2012 22:00:00 +0200