Problem im Griff

Geschluckte Skepsis kann schädlich oder fatal sein


Skepsis bedeutet ...

... Zweifel und Unglaube als Werkzeuge zum Begreifen der Realität in der Hoffnung zu verwenden, dass die daraus resultierenden Einsichten es einem erlauben vernünftige Entscheidungen zu treffen.

 

Der Skeptizismus entstand ursprünglich als Widerstand gegen Dogmen. Die grundsätzliche Idee hinter Skepsis ist zu vermeiden, unsinnige Glaubenssätze zu übernehmen.

Alles schön und gut aber heutzutage ist es üblich, dass Skepsis weit über religiöse und spirituelle Belange hinausgeht. Wenn Skepsis Ihnen helfen kann zu vermeiden, dass Sie religiösen Dogmen zum Opfer fallen, funktioniert das in anderen Bereichen vielleicht auch. Und zu einem gewissen Maß tut sie das auch. Skepsis ist zum Beispiel gut um nicht auf Betrug in der Geschäftswelt hereinzufallen.

Es gibt jedoch ein Risiko mit Skepsis und das ist das Risiko sie zu schlucken. Wenn Sie Skepsis schlucken, dann richten Sie Ihren Blick nach innen – auf sich selbst. Sie versuchen Zweifel und Unglaube als Werkzeuge zur Selbsterkenntnis zu verwenden. Wozu bin ich fähig? Kann ich das wirklich? Würde ich dumm dastehen, wenn ich es versuchen würde?

 

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Großer Fehler

Viele Menschen machen sich solche Gedanken, dass sie etwas Dummes machen könnten, dass sie Skepsis schlucken und glauben, dass das ihr Verhalten intelligenter und ihre Handlungen erfolgreicher macht. Unglücklicherweise hat Skepsis hier den gegenteiligen Effekt. Skepsis zu schlucken wird Ihre geistigen Mittel beschneiden und Sie in Wirklichkeit weniger intelligent machen.

Wenn ich im weiteren Verlauf dieses Artikels die Begriffe „Skeptizismus“ oder „Skepsis“ verwende meine ich stets jemanden, der dieses Werkzeug geschluckt hat und als Mittel zur Selbsterkenntnis verwendet.

 

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Skepsis ist schädlich

Skeptiker nehmen fälschlicherweise an, dass ihre Gedanken nur passive Beobachtungen sind und daher Gedanken von Zweifel über sich selbst nur positive Information einbringen kann – sie erkennen nicht, dass Gedanken ebenfalls eine schöpferische Komponente haben, sodass Skepsis in Wirklichkeit negative Informationen einbringt. Gedanken von Angst und Zweifel zu hegen bedeutet auch Angst und Zweifel zu erschaffen. Gedanken von Erfolg zu haben bedeutet Erfolg zu erschaffen. Der Skeptiker versteht das nicht, ein weiser Mensch schon.

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Skeptiker sind schlau genug, dass sie nicht 10 Euro verwetten um 20 zu gewinnen wenn die Wettquote nur 20 % beträgt. Das ist einfach nur klug. Jedoch werden sie auch nicht 10 Euro wetten um 1000 Euro zu gewinnen, wenn die Gewinnquote bei 20 % liegt. Das ist total idiotisch, vor allem wenn man die Möglichkeit hat, die Wette wieder und wieder zu machen und sogar die Gewinne nochmals einsetzen kann. Weiters verstehen Skeptiker nicht, dass ihre eigene Angst und Zweifel die Gewinnquote auf nur 20% beschränkt. Sie vergessen völlig die Tatsache dass sich mit einem größeren Glauben an sich selbst die Gewinnquote auf 40% oder mehr erhöhen würde.

Skeptiker wollen auf keinen Fall als Idioten dastehen, gleichzeitig benehmen sie sich aber danach, weil sie viel zu viele Gelegenheiten auslassen. Und dann bricht es ihnen das Herz wenn sie sehen, dass die Menschen, die sie für Idioten hielten, sie überholen. Und das kann Skeptiker tiefer in Angst und Selbstzweifel treiben und schließlich in die Einsamkeit.

Der Skeptiker sieht andere Menschen scheitern und sagt sich, „Gut dass ich mir das erspart habe“. Er sollte sich aber auch die fehlenden Erfolge ansehen und sagen „Beschämend dass ich das nicht gemacht habe.“

 

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Jenseits von Skeptizismus

Wie funktioniert ein intelligenter Mensch?

Ein intelligenter Mensch erkennt, dass es einen Teil an all den Erfolgen gibt, der selbst gemacht ist. Er beschließt daher, diese Macht nicht zu missbrauchen indem er Angst und Zweifel erschafft, denn das wäre unklug.

Skepsis ist wie wenn man die Reifen seines Autos aufschlitzt um zu verhindern, dass man einen Reifenplatzer hat. Dann erkennt man, dass die Reifen aufgeschlitzt wurden und schlussfolgert, dass es besser wäre, zuhause zu bleiben, anstatt mit einem demolierten Auto zu fahren.

Intelligente Menschen erkennen, dass Angst und Zweifel sie nur lähmen und ihnen niemals helfen. Angst und Zweifel sind nicht notwendig um Fallen zu vermeiden. Es ist das falsche Werkzeug für einen Job, so wie ein Messer das falsche Werkzeug dafür ist um die Luft aus einem Reifen zu lassen. Wenn Sie Ihr Auto fahren wollen, dann sollten Sie das mit aufgepumpten Reifen tun. Wenn Sie einen Reifenplatzer haben ist das nicht das Ende der Welt. Sie wechseln das Rad einfach aus und fahren weiter. Ein Skeptiker glaubt fälschlicherweise, dass ein geplatzter Reifen das Ende der Welt bedeutet. Mit dem Auto zu fahren ist daher etwas was unbedingt vermieden werden muss. Also bleibt der Skeptiker zuhause wo es sicher und bequem ist. Der kluge Mensch nimmt das Risiko als eine Möglichkeit an, um etwas aus einer Gelegenheiten zu machen.

Die Werkzeuge intelligenter Menschen sind Mut und Hausverstand. Was möglich ist und was nicht finden sie für sich selbst heraus, indem sie direkte Handlungen setzen. Das führt oft zum Scheitern, was wiederum mehr Selbsterkenntnis erzeugt und es so ermöglicht in Zukunft klügere Entscheidungen zu treffen... nicht aus einer Position der Angst und des Zweifels sondern aus einer Position des Verstehens. Der kluge Mensch versteht, dass es eine schöpferische Komponente der Gedanken gibt, wenn er also eine Handlung setzt ist es wichtig, diese Gedanken in Übereinstimmung zu bringen um Erfolg zu erschaffen, anstelle von Angst und Zweifeln.

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Der weise Mensch ist skeptisch gegenüber seiner Skepsis, indem er Zweifel als Waffe gegen die Skepsis einsetzt. Er bezweifelt wortwörtlich seine Zweifel. Und während Skeptizismus, Angst und Zweifel sich im Kreis drehen, setzt er Handlungen und findet durch direkte Erfahrung und Hausverstand heraus, was möglich ist und was nicht.

Der Skeptiker denkt es wäre fatal ein Risiko einzugehen und zu scheitern. Der intelligente Mensch weiß, dass das ganz einfach ein notwendiger Schritt auf dem Weg zum Erfolg ist. Der Skeptiker sieht das Scheitern als eine unüberbrückbare Mauer, während die intelligente Person das Versagen als Trittbrett betrachtet, das man betreten muss um zum nächsten zu kommen.

Der Skeptiker denkt, dass riskante Unternehmen entweder zu Erfolg oder zum Scheitern führen, als ob die beiden gegensätzliche Pole wären. Der intelligente Mensch weiß, dass Scheitern Teil des Erfolgsprozesses ist und dass beide in der selben Richtung liegen, gegenüber der Feigheit.

Skeptiker vermeiden Erfolg weil Sie das Scheitern vermeiden. Gleichzeitig sorgen sie aber für das garantierte Scheitern indem sie darin scheitern, den Mut zum Handeln aufzubringen. Intelligente Menschen erfahren größeren Erfolg weil sie ihren Mut stärken um in der Lage zu sein, Handlungen trotz Angst zu setzen.

Der Skeptiker sagt, „Schauen wir mal, ob das funktioniert.“ Der intelligente Mensch sagt, „Schauen wir, wie das funktioniert.“

Skepsis ist ein nützliches Werkzeug um Dogmen hinter sich zu lassen und einen offeneren Geist zu entwickeln, aber danach muss er abgelegt und durch bessere Werkzeuge ersetzt werden. Verwenden Sie Skepsis als ein Messer um falsche Glaubenssätze abzuschneiden, aber erinnern Sie sich daran es wieder abzusetzen, sobald Sie sich damit ins eigene Fleisch schneiden – das ist der Punkt an dem Sie Skepsis ablegen müssen, um das praktische Werkzeug Mut zu benutzen.

 


 Übersetzung von ProblemImGriff, Original von Steve Pavlina:
„Skepticism May Be Harmful or Fatal if Swallowed“


 

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